Ups was ist mit big Fredi los

Big Fredi hat seinen heißen Fuß in Winchester rasch abgekühlt

und der Parkplatz inmitten der Stadt für Wohnmobile extra reserviert war genau das Richtige für eine gute Nachtruhe. Lisbeth wollte sich die Stadt ein wenig ansehen, schließlich war Winchester vor London noch Hauptstadt gewesen. Es liegt sehr schön eingebettet in Wälder und fruchtbare Felder. 

schöner Park in Winchester

Mitten in der Stadt ein Park am Itchen River, sehr naturbelassen und wunderbar für Läufer und Spaziergänger. 

Dem Problem des heißen Reifens wollten wir uns am nächsten Morgen gleich annehmen und fragten bei der Tankstelle um die nächstgelegene Werkstatt. Die Auskunft war zu vage: dritte Straße links. Da war nix. Also wieder Mister Google befragen und dann begann eine Irrfahrt von Werkstadt zu Werkstatt. Jeder schickte uns zu jemand Anderem. Schließlich stellte ein Mechaniker fest, dass der inner Zwillingsreifen einen „Patschen“ hat. Er verwies uns zu einer Werkstätte, die uns helfen sollte. Allerdings, dort angekommen, es war Freitag Mittag und die Arbeitsmotivation auf dem wöchentlichen Tiefpunkt angelangt, wurden wir zum Reifenhändler schräg gegenüber verwiesen. 

Als wir dort um einen neuen Reifen bzw. dessen Montage baten, mussten wir erfahren, dass Big Fredi zu groß ist und der Wagenheber nur 2,5 Tonnen heben kann. Wilfrieds Hilfe bei der Mintage wurde ausgeschlagen wegen „Sicherheitsrisikos“. 

Man muss sich das vorstellen: man steht vor dem Reifenhändler und der sagt einem einfach, dass er keinen Reifen montieren kann. Dabei ist das sein laufendes Geschäft. 

Wir wussten nicht weiter und uns blieb nur mehr der ÖAMTC als Ausweg. Bereits eine Stunde später wechselte AA, der englische Pannendienst VOR der Reifenwerkstatt uns den Reifen. 

Der innere rechte Zwillingsreifen war komplett kaputt. Das hatte am vorderen gerieben und Hitze und Gestank erzeugt. Wir waren zufrieden, dass der Reifenhändler uns wenigstens einen Ersatzreifen verkaufte, sodass wir unseren Reservereifen nicht antasten mussten. 

Die beiden freundlichen Techniker von AA verabschiedeten sich freundlich und wir waren guter Hoffnung, das Problem sei nun gelöst und wir könnten unsere Reise fortsetzen. 

Sofort merkte aber Wilfried, dass das Geräusch, das er schon eine Weile beim Fahren gehört hatte noch immer da war. Somit hatten wir zwar ein Problem gelöst, aber die Ursache nicht beheben können. 

Nach 2 km auf der Autobahn dann das totale „AUS“. Gerade noch zur Parkbucht geschafft. Wieder ÖAMTC anrufen. Wieder warten. 

Das Radlager scheint komplett zerstört zu sein

Knapp vor Einbruch der Dunkelheit kam dann der nächste AA Mitarbeiter gleich mit einem Abschleppwagen angebraust. Neuerliche Demontage der Reifen und festgestellt, Lager kaputt. Weiterfahren unmöglich. 

Big Fredi war einfach zu schwer

Wir erleichterten Fredi um seine kostbaren Wasservorräte, räumten alle schweren Sachen aus dem Auto, aber der Abschleppwagen hatte für so einen fetten Fredi keine Kraft. So wurde für den nächsten Morgen ein größerer Abschleppwagen bestellt. Alles immer mit ÖAMTC in Wien ausverhandelt.

warten im Regen

Heute früh, wie vereinbart, tauchte der vermeintlich größere Wagen dann auf, der uns nur mehr zu der nächsten Werkstätte schleppen sollte.
Er unterschied sich vom Äußeren nicht von dem von gestern. Allerdings hatte er schließlich genug Power und auch eine bessere Hebevorrichtung, Big Fredi durfte selbst mit einem Auto mitfahren. Ich glaube es hat ihm ziemlich viel Vergnügen bereitet. In den engen Kreisverkehren hat er sich ziemlich in die Kurve gelegt und ist vor lauter Freude mitgetanzt. Lisbeth konnte im Rückspiegel seine Augen leuchten sehen. Ihr selbst wurde ganz schwindelig, aber der Fahrer meinte nur: „der ist fest angebunden!“

Nach dem Traum von Lisbeth, bei dem Fredi umkippte, war die Wirklichkeit nun schon fein.

Wir sind wohlbehalten bei der Werkstätte angekommen. Dahinter gibt es eine „Wiesn“ und am Montag wird Fredi hoffentlich wieder hergestellt. 

Big Fredi wird auf der Wiese hinter der Werkstätte abgeladen

Es hat heute seit dem Morgen geregnet, jetzt ist der Regen dem Sturm gewichen und ab morgen soll es wieder sonnig sein. 

Tatsächlich kommt wieder die Sonne

Wir haben genug zu Essen gebunkert, Strom bekommen wir von der Werkstatt und dann schauen wir weiter, was passiert. 

Jedenfalls sind wir jetzt von Winchester nach Southampton geschleppt worden und stehen am Eingang zum „New Forst National Park“. Zwischen Plaitford und Nomansland. Ja, das heißt wirklich so und es verspricht ein ruhiges Wochenende zu werden. 

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