Das erste Portrtait in Katalonien

1. Dezember 2018

Das erste Porträt in Spanien ist geschafft!

Bei dem Portrait von Jorde entschloss ich mich für eine schnelle Skizze
Jordi signiert am „Big Fredi“

Jordi, der Handpanspieler ist wirklich aufgetaucht und bei ziemlicher Kälte hat der eine (Jordi) gespielt während der andere (Wilfried) ihn gezeichnet hat. Beiden sind beinahe die Finger abgefroren und als die Aktion beendet war, kam plötzlich die Sonne heraus und eine ganze Schulklasse lauschte dem Spiel und bewunderte die fertige Zeichnung. Unvorstellbar, wie viele Touristen hier in Besalú unterwegs sind. Viele Juden aber auch Muslime sind klar zu erkennen. 

Die fertige 30min. Skizze

Zum Aufwärmen entschlossen wir uns Pizza zu essen und als wir das Lokal betraten, wen sahen wir da sitzen? Jordi über einen heißen Tee gebeugt lud uns sofort an seinen Tisch ein. Wir setzten unsere Konversation mit Google Wörterbuch und dem Kellner, der ausgezeichnet Englisch sprach fort. Die Pizza Marke Tiefkühlpizza passt zu den Touristenströmen. Abzocke wohin das Auge schaut. 

Jordi verabschiedet sich von uns und gibt uns noch den Tip am Ufer des El fluvià entlang zu spazieren. Wir folgen gerne seinem Rat und genießen den ruhigen Spaziergang. 

Heute morgen waren wir schon auf den Markttag gespannt, der von der Touristeninformation toll angekündigt wurde. 

Also spazierten wir um 10 Uhr in die Stadt. 

Ein geschmackvoller Laden hebt sich aus allen typischen Giftshops positiv hervor. Leider sind die schönen Sachen auch wieder viel zu teuer für uns. 

Wir versuchen unser Glück in einem Market für Lebensmittel, dessen Auswahl uns auch nicht „aus den Socken wirft!“ ein Bund Bananen à 0,99€, Orangensaft und eine abgepackte Wurst wandern in unsere Einkaufstasche. 

Dann schlenderten wir wieder zurück in die Altstadt, in die Bäckerei führte Lisbeth Wilfried fast blind. 

Für das Mittagessen kochten wir Kartoffeln und Linsen asiatisch-österreichische Mischvariante: indische Gewürze, die Kartoffeln mit Speck. Schmeckte köstlich, sättigte hervorragend. 

Danach wollten wir endlich herausfinden, ob denn nun endlich der propagierte Anisschnapsmarkt schon begonnen hatte und mussten enttäuscht feststellen, dass die bereits seit Freitag aufgebauten Marktstände noch immer verwaist im Zentrum der Stadt standen. 

Wir begaben uns mit unseren herrlichen „Seduschkas“ ( in Kaliningrad gekaufte warme Sitzunterlagen) bis zum nächsten Sonnenbankerl und genossen die südliche Sonne während uns Mama von der Schneelandschaft und der Kälte daheim am Telefon berichtete. 

Am Rückweg über die Fußgeherbrücke stand noch immer der Maler, den wir schon zu Mittag sahen aber nicht stören wollten. Wilfried gefiel das Werk besonders gut und er sprach die offenbar englisch sprechenden Herren an, die dabei standen und lobte das Werk. Es stellte sich heraus, dass der Maler Norman Teeling ist. Ein ziemlich bekannter und sehr guter irischer Maler, angestellt war er unter anderem bei Warner Bros in Hollywood, hat aber überall schon gearbeitet. Jetzt ist er gerade zu Besuch bei zwei irischen Freunden, die ihm das Malen im Freien ermöglichen, indem er bei Ihnen wohnt und sie ihn zu den schönsten Plätzen bringen. 

Einer von ihnen hatte schon unseren Blog gekannt und beteuert, wir seien bereits berühmt!

Der andere freute sich riesig als Wilfried ihm anbot ihn zu malen. Er fühlte sich geehrt. Leider haben wir keine Namen der beiden, sind aber überzeugt, per E-Mail weitere Informationen betreffend Ort und Zeit zu erfahren. Wir sind schon sehr gespannt auf seine Lebensgeschichte und hoffen bald von ihm nähere Details zu bekommen. 

Er wohnt an der Küste am Beginn der Costa Brava. 

Es wäre doch toll, den ersten Iren in Spanien zu malen, wo wir doch im Sommer nicht bis Irland gekommen sind!

Weitere Details folgen! Bleibt dran!

Jordi

29.11.2018

Besalú heißt die Kleinstadt, in der wir heute gelandet sind. 

Der gestrige Tag war wieder ein ganzer Tag auf Achse. Unser Navi gibt uns die Chance unbekannte Landschaften zu erkunden, so wie zum Beispiel den Naturpark Camarque. Wildpferde, Flamingos und brettelebener Sumpf rechts und links der Straße. Und dann taucht auf einmal aus dem Nichts La Grande Motte auf, mit Spielcasinos, tausenden Booten und einer total gepflegten Parklandschaft. Man sieht, dass es sich hier die Reichen richten können. 

Südlich von Perpignan, nur mehr wenige Kilometer von der Grenze zu Spanien entfernt tanken wir noch einmal so wenig Sprit wie notwendig – die Franzosen protestieren zu recht gegen die hohen Spritpreise – und finden einen ruhigen Stellplatz ohne irgendwelche besondere Ausstattung. Es ist der Parkplatz des Fussballplatzes und nachdem die letzten Spieler heim gegangen sind, ist es ein ruhiger Platz. Die Wölfe heulen zwar, dann kläffen die Hunde. Nachdem die Hunde die letzten waren, die man hören konnte, nahmen wir an, dass sie die Wölfe verspeist haben und legten uns entspannt zur Ruhe. Den Stadtbesuch ließen wir aus, denn eine Stadt mit einem so unausprechlichen Namen hat unseren Besuch nicht verdient: Banyuls-dels-Aspres. 

Heute morgen nahmen wir sehr gemütlich unser Frühstück ein, ich konnte sogar wieder einmal Porridge kochen und genießen und erst um 10 Uhr verließen wir den Stellplatz. Die schneebedeckten Berge, die gestern im Abendlicht leuchteten, sahen in der Früh auch sehr einladend aus. Nur nicht zum dort sein, denn uns zieht es ja in die Wärme. Kälte haben wir daheim genug, vor der sind wir ja schließlich geflohen. 

Sehr unspektakulär erreichten wir die Grenze. Im Vergleich zum Vorjahr war hier rein gar nichts los. Keine Millionen von Touristen beim Weihnachtseinkauf. Absolut  tote Hose. Nach Figueras hielten wir uns gleich westlich und peilten die Kleinstadt Besalú an. Eine herrliche Altstadt aus dem Mittelalter ist sehr gut erhalten. Wir erkundeten sie zu Fuß und entdeckten das Miniaturmuseum und auch die alte Brücke, die zum Weltkulturerbe gehören. Im Museum war eine weltweite Sammlung von Miniaturen in unterschiedlicher Größe zu bewundern: die Verkleinerung der Objekte ging von 1:12 bis 1:100.000. Letztere waren nur mehr unter dem Mikroskop zu erkennen. Die ganze Altstadt ist sehr gediegen. Auf der Brücke im Bogen des Einfahrttores saß Jordi und spielte auf seiner Handpan eine gemütliche Melodie. Die Akustik auf der Brücke ist phänomenal. Man hört die Klänge bis in die Stadt. Morgen wird Wilfried ihn zeichnen, während er spielt. 

Bleibt dran, morgen gibt es hoffentlich das erste spanische Porträt. 

¡Olé!

Über die Berge

27. November 2018

Nun, aus dem Gebirge sind wir wieder gut heraus gekommen. Es wurde am Morgen nach einer frostigen Nacht ( innen hatten wir es kuschelig warm) und Eiskratzen auf der Scheibe eine immer schönere Fahrt durch das Gebirge bis wir in einem Nationalpark und bei Saint Julien du Verdon an einem Stausee angelangten. 

Über weitere, aber weit nicht mehr so lange Pässe führte uns das Navi auf eine wunderschöne Hochebene der Provence, einen weiteren Nationalpark von Verdon. Lavendelfelder weit und breit, Olivenhaine und Mandelplantagen so weit das Auge reicht. Die nette Verkäuferin im Lavendelladen wäre fast bereit gewesen, sich malen zu lassen. Na ja, bald werden wir in Spanien und Portugal die ersten Gesichter bekommen. 

Als nächste Stadt haben wir Arles ins Navi eingegeben. Dort hatten wir letztes Jahr bei unserer Spanienreise ein Erlebnis der besonderen Art: wir versuchten den in der „park4night“ App angezeigten Stellplatz zu finden und kamen dabei auf ein unbewohntes und ziemlich verfallenes Bauernhaus direkt am Fluss. Ein Gewitter mit heftigem Sturm zog auf und die Bäume bogen sich und ächzten gefährlich. Die schrillsten Laute waren von allen Seiten zu hören und ich hatte Angst mich vom Wohnmobil zu entfernen um meine Blase zu entleeren. Welch ein Segen, dass wir in Big Fredi nun eine Toilette und eine Dusche haben!

Wir entschlossen uns heute nach dem erfolgreichen Bunkern von 100 Litern Wasser gleich in Sénas zu bleiben.

An der Wasserzapfsäule brauchte man Jetons, um den Automaten zu füllen. Diese hatten wir natürlich nicht. Auf meine Frage in einem Gebäude gleich neben dem Stellplatz, wo man diese bekommen könne, erfuhr ich, man müsse in die Trafik. Dann kam ein junger Mann, öffnete den Kasten mit den Jetons, übergab Wilfried einen davon und verschwand wieder. So konnten wir gratis 100 Liter Wasser bekommen. Ein kleiner Spaziergang in die Stadt begeisterte uns nicht sonderlich, reichte aber um köstliches Baguette und ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Am Nachmittag begann es schon ziemlich zu stürmen und auch jetzt tobt draußen ein ziemlicher Sturm. Unsere Verknüpfung mit Arles scheint der Sturm zu sein. 

Wir sind am Meer

25. November 2018

Wieder stehen wir im Regen, aber diesmal schon viel weiter südlich: in Finale Ligure. In Nord-West Italien am ligurischen Meer, auf der einen Seite sieht man das Meer, dahinter gibt es schroffe Felsen und die Straße schneidet sich durch die Felsen, sodass man mit Big Fredi aufpassen muss, dass er nicht an die überhängenden Felsen stößt. 

Die Fahrt hierher war alles andere als ein Vergnügen. Ich beschwere mich nie wieder über schlechte Straßen in Österreich nach diesem Dilemma. Absolut Emmentaler-Straßen. Man kann den Löchern gar nicht immer ausweichen, es rumpelt und pumpelt unaufhörlich. Was machen die Italiener mit dem Geld, das für Straßen verwendet werden sollte? Die Straßen sind nicht erst heuer kaputt geworden. 

Na ja, gestern hatten wir die Reise bei relativ gutem, jedenfalls regenarmen Wetter in Lodi beendet und konnten Big Fredi auf einem öffentlichen Camper Parkplatz abstellen. Der „kleine“ Spaziergang in die Stadt stellte sich wieder einmal als „ Todesmarsch“ heraus, wir genossen das Flair dieser Stadt bei beginnender Dämmerung. Lodi ist vor ca. 500 Jahren in einen Rechtsstreit mit Mailand geraten und schließlich haben diese beiden Städte eine Kooperation gegründet, die für beide zu einem fruchtbaren Handel führte. Na bitte, wer sagt’s denn, die haben damals schon gewusst: gemeinsam ist man stärker. Viele Boutiquen und schöne, geschmackvolle (und teure) Geschäfte luden uns zum „Schauen“ ein. Zum Kaufen reicht unser Kleingeld nicht. Macht nix, wir haben eh keinen Platz mehr im Big Fredi. 

Heute morgen ging es dann um 10 Uhr nach einem gemütlichen Frühstück wieder weiter zu dem bereits beschriebenen Platzerl direkt am Meer. Für Wilfried war es äußerst anstrengend, all den vielen Frostaufbrüchen auszuweichen. Die Schlaglöcher sind hoffentlich jetzt vorbei, die letzten Straßenkilometer in Ligurien waren weitaus besser. 

Wir sind schon auf die Weiterreise gespannt!

Bleibt dran! Wir berichten demnächst weiter!

Weiter geht’s

23. November 2018

Nach einigen Wochen zu Hause, die für Adaptionen und Verbesserungen im Auto waren – so wie zum Beispiel eine Solaranlage – geht es nun wieder auf Achse: Portugal und Spanien stehen diesen Winter auf dem Face-Europe Programm.

Am Dienstag, den 20. November ging es zu Mittag endlich los. Bei Schneefall und diesigem Wetter kehrten wir Nußdorf den Rücken und zogen Richtung Süden.

Das heißt, gleich hinter St. Pölten bunkerten wir 2 Gasflaschen, um für die Fahrt nach Portugal und die Rückkehr aus Spanien genug Gas an Bord zu haben. In Spanien und Portugal ist es – bedingt durch die jeweils verschiedenen Anschlüsse – notwendig länderspezifische Leihflaschen anzukaufen und zu hoffen, dass die Adapter diesmal passen. Am Ende der Reise müssen wir die Leihflaschen wieder an den Mann bringen.

Jedenfalls wurde es recht schön warm im Big Fredi und es war auch bei Minusgraden recht gemütlich.

Wir kamen immer mehr in den Sonnenschein, je mehr wir uns bergauf- und bergab durch die schöne niederösterreichische und steirische Landschaft bewegten. Auch Big Fredi gefiel die Berg- und Talfahrt. Er wurde diesmal nicht heiß – so wie bei unserer letzten Kärnten Tour im Hochsommer. Jetzt wissen wir ja auch, wofür der eine Hebel im Auto gebaut ist: es ist die zusätzliche Kühlung bei starken Steigungen.

Wir kurvten also bis Mooslandl in der Steiermark, hielten am Parkplatz des wunderschönen Sommerbades und inspizierten am nächsten Morgen das Gelände. Ein cooler Campingplatz, ein tolles naturbelassenes Schwimmbad, das jetzt im Winter auch zum Spazierengehen einlädt.
Nächsten Tag ging es dann gemütlich weiter nach St. Veit, um Wilfrieds Brüder zu besuchen.

Es war ein feiner Abend, leider trafen wir Gitti, die Schwester aus Australien nicht an, denn sie fuhr verfrüht wieder in ihre australische Heimat zurück. Gesundheitliche Probleme zwangen sie dazu. Ich hoffe sehr, dass wir sie nächster Jahr persönlich antreffen und in der Zwischenzeit können wir ja Skypen.

Weit ging unsere Reise am Donnerstag nicht mehr, denn in Untergreuth war schon unsere nächste Station. Thomas und Marion, unsere lieben Freunde, bekamen ihre geliehene Videokamera retour und wir genossen den Besuch in deren wunderbarem Haus ganz außerordentlich. Die Forellen, die es zum Nachtmahl gab und das königliche Frühstück verdienen locker 5 Sterne! Wir ließen es uns nicht nehmen, in Big Fredi zu übernachten und um 10 Uhr ging es dann wieder weiter Richtung Italien. Sonne und Wolken wechselten sich ab, bis schließlich die Wolken kurz nach Venedig die Oberhand behielten und nun stehen wir im bacherlwarmen Auto in Campagna Lupia, weg von der Hauptroute, auf einem kleinen gemeindeeigenen Parkplatz und der Regen plätschert lustig auf das Dach.

Zwischenstop

Blogeintrag 25. Oktober 2018

Seit 22. Oktober sind wir wieder daheim. 

Die Fahrt durch Frankreich (wo Pompes funebres kein Schimpfwort ist), Deutschland und Österreich war für unseren Big Fredi eine gemütliche. 

Nie mehr als 80 km/h. Gleich nach der Fähre in Dünkirchen gab es einen Stellplatz, der wirklich nur zum Schlafen gedient hat. Und das konnte man auch. Ruhig, keine Musik und nur Wilfried hat den Autolärm gehört. Lisbeth ist entweder durch Filter oder durch Schwerhörigkeit gesegnet. Wie eine Schlafpuppe, die, sobald man sie niederlegt, ihre Augen schließt und schon schläft sie.  

Am nächsten Morgen half uns ein Anruf bei ÖAMTC den nächstgelegenen Iveco Vertragshändler zu finden. Der wurde auch in 15 km Nähe Calais gefunden. Das Geräusch, das Wilfried so deutlich beim Fahren hören konnte, war auch von dem etwas älteren Automechaniker nicht zu vernehmen. Wahrscheinlich ist auch er mit einem schlechten Gehör gesegnet. Aber wenigstens wurde festgestellt, dass das Lager am rechten Vorderrad in Ordnung ist. Wir sollten halt nicht zu schnell fahren, und wenn das Rad heiß wird, sofort reagieren. Da wir der französischen Sprache nicht mächtig sind, und die Franzosen kein Englisch oder Deutsch konnten, half ein Zettel und Bleistift um zu verdeutlichen, dass es nach Hause noch 1.500 km zu fahren sind. Ein französisches Achselzucken, was so viel heißt wie:es wird schon nix passieren, fahren sie halt langsam entließ uns dann halb beruhigt aus der Werkstatt und Schlag 12 Uhr wurde der Werkstattrollbalken für die Mittagspause heruntergelassen und wir machten uns auf den Heimweg. 

Die französischen Bundesstraßen führten uns teils durch ländliche Gegenden mit ausgestorbenen Dörfern zwischendurch und kleinen Städten, die vom Baustil noch sehr an England erinnerten. Die Backsteinhäuser beige oder rot waren hie und da noch von Fachwerkhäusern unterbrochen. Kein solch einheitlicher Baustil wie in UK. 

An einem Parkplatz, den wir ganz für uns alleine hatten gab es einen wunderbaren Sonnenuntergang. Den Sonnenaufgang bremste ein dichter Wald. Ansonsten fühlten wir uns auf einmal so frei und uneingeschränkt in unserem Blickfeld. Endlich KEINE HECKEN mehr. Man kann überall die Landschaft einsehen. Es ist ein Wunder, dass die Engländer so freundlich und liebenswürdig sind, eingekastelt wie sie sind. Und dass sie ihr Land so lieben. Sie sehen es ja gar nie! Es ist immer alles hinter einer Hecke versteckt. Einfahrten auf die Felder (hinter den Hecken) geben ja immer nur kurz Blick in das Dahinter frei. 

Da in Deutschland Diesel viel billiger als in Frankreich ist, versuchten wir so rasch wie möglich unsere Reise in Deutschland weiter zu führen. Saarbrücken als das erste Ziel war uns vom Hinfahren schon bekannt, aber diesmal gab es ein starkes  Verkehrsaufkommen und Baustellen, die große Aufmerksamkeit forderten. Wir hatten in Frankreich bereits unsere 30 Liter Reservekanister in den durstigen Fredi geschüttet und kamen somit bis Deutschland, wo in der Nähe der französischen Grenze der Preis für Diesel nicht gerade günstig war. 

Schön langsam tuckerten wir weiter über Deutschland, immer auf den Bundesstraßen, die aber wenigstens in einem guten Zustand waren und oft auch durch Schnellstraßen unterbrochen wurden. Nach Maulbronn wurden wir von unserer App für einen Gratisstellplatz gelotst. Am nächsten Morgen zog uns das Kloster Maulbronn magisch an. Wir mußten einfach eine Führung mitmachen. Bewaffnet mit je einem Audioguide durchforschten wir das alte Gemäuer. Dort würden wir gerne mit Face Europe im Innenhof gastieren. Es gibt viel Platz und sogar der „blade“ Fredi hätte dort Platz. Wenn wir wieder in Deutschland sind, werden wir Kontakt mit dem Management aufnehmen. 

Erst zu Mittag ging es wieder weiter. In Neuburg an der Donau war dann unser nächstes Nachtlager aufgeschlagen, als wir durch unsere entzückenden Nachbarn erfuhren, dass den ganzen Abend und die halbe Nacht ein Straßenfest angesagt ist: „30 Jahre unsere deutsche Donau“. Es war ein lauer Abend und ungemein viel los. Theater, Stelzengeher, kanufahrende Handballer, die sehr geschickt paddelten und gleichzeitig Ball spielten. Das Schloss war frei zugänglich und auch dort waren überall Aktionen von Künstlern auf hohem Niveau. Gleich 2 x am Tag so viel Kunst und Kultur zu erleben, hat uns recht begeistert. Schade war nur, dass die Theater und Musikgruppen weit weg vom Schloss aufgestellt waren und nur sehr wenige Besucher hatten. 

Direkt am Ufer der Donau auf einem riesigen Stellplatz verbrachten wir wieder eine ungestörte Nacht. Die nächste Übernachtung sollte schon in Österreich bei unseren Freunden sein. Wilfried hielt Lisbeth davor zurück unsere Ankunft bei unseren Freunden in Innerschwand am Mondsee anzukündigen. Er war sich nicht sicher, wann wir dort sein könnten. Und das war gut so. Die Bundesstraße 20 war in Richtung österreichische Grenze durch Umleitungen zum Katastrophengebiet erklärt worden. Es gab 50 km schlecht ausgeschilderte Umleitungen, dann unser stures Navi, das uns immer wieder auf die 20er Bundesstraße zurückführen wollte. Die Straßenkarte konnte man auch nicht zu Rate ziehen, der Maßstab zeigte nur die größeren Orte an. Und wir kreisten. Als der Hunger und die Verzweiflung groß genug waren, gaben wir uns vorerst dem Kochen und dann dem Essen hin. Beim Abstellen des Autos fragten wir einen Einheimischen, ob wir wohl noch immer auf dem richtigen Umleitungspfad wären und er schickte uns 20 km wieder retour. Als wir aber schon am Wegfahren waren, kam der Mann noch einmal extra angefahren und erklärte uns, es hätte ihm keine Ruhe gelassen, er wollte uns den richtigen Weg wissen lassen. Das war außerordentlich freundlich von ihm. Dankbar, mit ein paar Kilometern auf der Autobahn der Umleitung nun endlich doch zu entkommen, und gut gesättigt, setzten wir unsere Reise nun endlich ohne weitere Zwischenfälle fort. David war über unser baldiges Auftauchen sehr überrascht, hätte gerne früher gewusst, dass wir kommen. Unsere stundenlange Umleitungserfahrung hat er erst nach unserer Ankunft erfahren. Man weiß halt nie wie Big Fredi drauf ist und wann man ein Ziel wirklich erreicht. 

Die Nacht auf der Wiese von David und Sonja war die erste frostige Nacht und gerade da fiel die Heizung in der Früh um 4 Uhr dann aus. Wilfried hätte die Gasflasche umstecken müssen, wenn wir weiter heizen wollten. Irgendwie hielten wir aber auch ohne Heizung durch und die Sonne und die Gastfreundschaft wärmte uns rasch wieder auf. 

Mit Geschenken bepackt, einem von Sonja frisch gebackenem köstlichen Brot, Marmeladen und Kompott traten wir die letzte Tagesetappe an und erreichten mit einer Mittagspause um 16 Uhr den Heimathafen. 

Letzte Stunden in England

Blogeintrag 17. Oktober 2018

Insgesamt sind wir bei RDAvery 10 Tage gestanden und konnten uns schließlich doch noch losreißen. Wir warteten vergeblich auf weitere Personen zum Porträtieren. Ray war so freundlich bei seinen Freunden nachzufragen, aber keiner konnte sich entschließen.

Tony war so nett uns in die Stadt Romsey mitzunehmen, wo wir in 1,5 Stunden die Kathedrale mitsamt einer tollen Skulpturenausstellung besuchen konnten und bei ALDI noch einmal so richtig Lebensmittel Bunkern konnten. Mit seinem Renault Clio haben wir auch seine „sportliche“ Fahrweise überlebt.

Er war es auch, der uns zum mobilen Pizzamann mitgenommen hat. Da gibt es doch tatsächlich ein kleines Unternehmen, das in seinem Bus einen Holzkohlenofen eingebaut hat und die köstlichsten Pizzen backt. Sie waren sogar noch richtig heiß, als wir sie im Big Fredi nach einer 5 minütigen Autofahrt verspeisten.

Das waren nebst einem kleinen gemeinsamen Spaziergang (Wilfried und Lisbeth) die einzigen Highlights des Wochenendes.

Am Montag dann Aufbruch zur letzten Etappe in UK. Ab Mittag strahlender Sonnenschein und je näher wir ans Meer kamen, desto wärmer wurde es. Beinahe T-Shirts und Shorts Wetter. Wir hielten schon recht zeitig an der Küste in Peaceheaven auf der Spitze der Kreidefelsen zum Übernachten und genossen ein Jäger-Hähnchen dafür im Pub. Gratisstellplatz für die Nacht gesichert.

In der Früh ein kleiner Spaziergang zum Strand während uns die Paragleiter um die Ohren sausten.

Die letzte Etappe wollten wir nicht auf dem schnellsten Weg hinter uns bringen, schalteten die Autobahnen aus dem Navi weg und trödelten auf den engsten Landstraßen dahin. Nach einem enormen Loch in der Straße gab Big Fredi dann anschließend dieses verdächtige Geräusch von sich, das Wilfried wieder ganz närrisch machte.

Bei der Suche nach einem nochmaligen Übernachtungsplatz auf der Insel – es war schon dunkel geworden – näherten wir uns so rasch dem Fährhafen, dass wir auch gleich die Überfahrt im Angriff nahmen. Ohne Wartezeit und mit nur wenigen anderen Fahrzeugen war die Überfahrt sehr angenehm.

Den Fährhafen von Dünkirchen kannten wir ja schon vom Hinfahren, jetzt stresste uns die Dunkelheit und die Umstellung auf das Rechtsfahren. Außerdem wollte Wilfried kein Risiko eingehen, dass bei Big Fredi noch mehr kaputt geht und deshalb bewegten wir uns bei eingeschalteter Warnblinkanlage beinahe im Schritttempo in Richtung erstem französischem Stellplatz. Die Naviangabe wie so oft unpräzise führte uns zuerst wieder in die falsche Richtung der Straße und es brauchte wieder viel gutes Zureden und Cool

Bleiben, bis wir endlich am Stellplatz ankamen. Mit der Zeitumstellung wurde es 1:00 früh bis es endlich „Licht aus“ gab.

Wenn einer eine Panne hat, kann er was erzählen

Heute ist bereits wieder Donnerstag und unser Aufenthalt hier knapp vor Niemandsland war äußerst erfolgreich. 

Wer hätte das gedacht, als wir hier auf der Wiese abgestellt wurden. 

Gleich nach unserer Ankunft half uns Tony mit einem Verlängerungskabel aus, sodass wir für das Wochenende mit Strom versorgt waren. Wer Tony ist, erfährt ihr noch. Für den Wasseranschluss war unser Schlauch zu kurz, aber wir konnten auch mit dem noch verbliebenen Wasser unser Auslangen finden. 

Am Sonntag war es wunderschön, Lisbeth erforschte den Nationalpark „New Forest“, der gleich hinter der Wiese beginnt. Eine idyllische hügelige Heidelandschaft, auf der unzählige Pferde grasen und so tun, als wären die Spaziergänger gar nicht da. Sie grasen und durchstreifen die Landschaft, es geht eine Ruhe von Ihnen aus. Strahlend blauer Himmel lockt auch viele andere Spaziergänger und Hundebesitzer in die Natur. Die Hügel schauen alle irgendwie gleich aus, und bei dem fehlenden Orientierungssinn ist es ein Wunder, wie zielgerichtet Lisbeth den Eingang in das Areal von der Firma Avery wieder findet. 

Ein weiterer Ausflug, der gar nicht so lange ursprünglich geplant war, führt Lisbeth dann noch zum ca. 400 Meter entfernten Campingplatz Green Hill Farm. Dort angekommen fragt sie, ob es möglich wäre, ausnahmsweise die Dusche ein Mal zu benützen, da wir mit unserem Campervan eine Panne haben und bis morgen auf die Reparatur warten müssen. Diese Bitte wird geradeheraus abgelehnt. 

Arbeit an Ray’s Portrait

Am Nachmittag bekommen wir dann Besuch vom Seniorchef und ihr erratet niemals seinen Namen. Als wir ihn erfuhren und er einwilligte, sich von Wilfried zeichnen zu lassen, waren wir vor Begeisterung kaum zu halten. Sein Name Raymond Douglas Avery. Endlich, nach wochenlangem Suchen fanden wir endlich Ray! Und 2 Tage später saß er bei Kaiserwetter vor Big Fredi und erzählte uns seine Lebens- und die Firmengeschichte während Wilfried sein Porträt anfertigte. 

Nach 2 Stunden war Ray’s Portrait fertig

Die Reparatur am Montag wurde von Brian gewissenhaft ausgeführt, ein neues Lager war am Abend bereits wieder eingebaut. Der Preis sehr fair. Wir hoffen, dass jetzt eine Weile wirklich nichts Gröberes mehr in Big Fredi zu investieren ist.

Die Wartezeit während der Reparatur vertrieben wir uns mit einem Spaziergang nach Niemandsland und speisten im Pub „The Lamb“

Die Firma RDAvery, ein toller Betrieb mit großartigem Betriebsklima muss man extra hervorheben. Eine Firma, die sich auf das Abschleppen, Reparieren und Prüfen von allen Fahrzeugen, im Besonderen von LKWs spezialisiert hat. Eine Werkstatt der Spitzenklasse. Alle Mitarbeiter sind außerordentlich freundlich, aber auch entspannt. Ray, der Seniorchef hat die Agenden schon seiner Tochter und seinem Neffen übertragen. Die wahre Chefin ist noch Sue, seine Frau, aber auch sie wird sich demnächst immer mehr aus dem Geschäft zurückziehen.

Ray ist eine wahrlich gute Seele. Er überlässt Freunden gerne die Wiese zum Campieren. Tony kam vor ein paar Jahren mit seinem riesigen Bus zur Reparatur und erkor den Platz als sein neues zu Hause. Er lebt in seinem Bus, ist da und dort behilflich und bewacht auch gleich den Platz. Die Mitarbeiter nennen ihn den freundlichen Hippie.

Tony war wirklich eine Herausforderung

Auch ihn durfte Wilfried gestern noch zeichnen. Es war ein außergewöhnlicher sommerlicher Tag, bei Tonys stark gestikulierender Sprache kam Wilfried doppelt zum Schwitzen. Aber er liebt ja die Herausforderung und so wurde als Draufgabe am Abend auch noch Bill, der Untermieter der Familie Avery gezeichnet.

In Anbetracht seiner wilden Gestik und der ständig ändern Mimik bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis

Bill war von seinem lebendigen Porträt total begeistert. Er, der sehr ortsgebunden ist, und auch seine Urlaube lieber zu Hause verbringen möchte, wünscht sich zur Vernissage von Face Europe zu kommen, und sein Bild gemeinsam mit den anderen Menschen der EU ausgestellt zu sehen.

The result was a real living portrait

Das Ergebnis war ein wirklich lebendiges Portrait von Bill

Morgen soll es dann doch weiter gehen. Auch wenn wir uns hier äußerst wohl fühlen und die Gastfreundschaft schon auf das nächste Monat ausgedehnt wurde, möchten wir nicht warten, bis wir unseren Gastgebern zur Last fallen.

Wir kommen aber dafür gerne wieder hierher, aber hoffentlich ohne Panne!

Ups was ist mit big Fredi los

Big Fredi hat seinen heißen Fuß in Winchester rasch abgekühlt

und der Parkplatz inmitten der Stadt für Wohnmobile extra reserviert war genau das Richtige für eine gute Nachtruhe. Lisbeth wollte sich die Stadt ein wenig ansehen, schließlich war Winchester vor London noch Hauptstadt gewesen. Es liegt sehr schön eingebettet in Wälder und fruchtbare Felder. 

schöner Park in Winchester

Mitten in der Stadt ein Park am Itchen River, sehr naturbelassen und wunderbar für Läufer und Spaziergänger. 

Dem Problem des heißen Reifens wollten wir uns am nächsten Morgen gleich annehmen und fragten bei der Tankstelle um die nächstgelegene Werkstatt. Die Auskunft war zu vage: dritte Straße links. Da war nix. Also wieder Mister Google befragen und dann begann eine Irrfahrt von Werkstadt zu Werkstatt. Jeder schickte uns zu jemand Anderem. Schließlich stellte ein Mechaniker fest, dass der inner Zwillingsreifen einen „Patschen“ hat. Er verwies uns zu einer Werkstätte, die uns helfen sollte. Allerdings, dort angekommen, es war Freitag Mittag und die Arbeitsmotivation auf dem wöchentlichen Tiefpunkt angelangt, wurden wir zum Reifenhändler schräg gegenüber verwiesen. 

Als wir dort um einen neuen Reifen bzw. dessen Montage baten, mussten wir erfahren, dass Big Fredi zu groß ist und der Wagenheber nur 2,5 Tonnen heben kann. Wilfrieds Hilfe bei der Mintage wurde ausgeschlagen wegen „Sicherheitsrisikos“. 

Man muss sich das vorstellen: man steht vor dem Reifenhändler und der sagt einem einfach, dass er keinen Reifen montieren kann. Dabei ist das sein laufendes Geschäft. 

Wir wussten nicht weiter und uns blieb nur mehr der ÖAMTC als Ausweg. Bereits eine Stunde später wechselte AA, der englische Pannendienst VOR der Reifenwerkstatt uns den Reifen. 

Der innere rechte Zwillingsreifen war komplett kaputt. Das hatte am vorderen gerieben und Hitze und Gestank erzeugt. Wir waren zufrieden, dass der Reifenhändler uns wenigstens einen Ersatzreifen verkaufte, sodass wir unseren Reservereifen nicht antasten mussten. 

Die beiden freundlichen Techniker von AA verabschiedeten sich freundlich und wir waren guter Hoffnung, das Problem sei nun gelöst und wir könnten unsere Reise fortsetzen. 

Sofort merkte aber Wilfried, dass das Geräusch, das er schon eine Weile beim Fahren gehört hatte noch immer da war. Somit hatten wir zwar ein Problem gelöst, aber die Ursache nicht beheben können. 

Nach 2 km auf der Autobahn dann das totale „AUS“. Gerade noch zur Parkbucht geschafft. Wieder ÖAMTC anrufen. Wieder warten. 

Das Radlager scheint komplett zerstört zu sein

Knapp vor Einbruch der Dunkelheit kam dann der nächste AA Mitarbeiter gleich mit einem Abschleppwagen angebraust. Neuerliche Demontage der Reifen und festgestellt, Lager kaputt. Weiterfahren unmöglich. 

Big Fredi war einfach zu schwer

Wir erleichterten Fredi um seine kostbaren Wasservorräte, räumten alle schweren Sachen aus dem Auto, aber der Abschleppwagen hatte für so einen fetten Fredi keine Kraft. So wurde für den nächsten Morgen ein größerer Abschleppwagen bestellt. Alles immer mit ÖAMTC in Wien ausverhandelt.

warten im Regen

Heute früh, wie vereinbart, tauchte der vermeintlich größere Wagen dann auf, der uns nur mehr zu der nächsten Werkstätte schleppen sollte.
Er unterschied sich vom Äußeren nicht von dem von gestern. Allerdings hatte er schließlich genug Power und auch eine bessere Hebevorrichtung, Big Fredi durfte selbst mit einem Auto mitfahren. Ich glaube es hat ihm ziemlich viel Vergnügen bereitet. In den engen Kreisverkehren hat er sich ziemlich in die Kurve gelegt und ist vor lauter Freude mitgetanzt. Lisbeth konnte im Rückspiegel seine Augen leuchten sehen. Ihr selbst wurde ganz schwindelig, aber der Fahrer meinte nur: „der ist fest angebunden!“

Nach dem Traum von Lisbeth, bei dem Fredi umkippte, war die Wirklichkeit nun schon fein.

Wir sind wohlbehalten bei der Werkstätte angekommen. Dahinter gibt es eine „Wiesn“ und am Montag wird Fredi hoffentlich wieder hergestellt. 

Big Fredi wird auf der Wiese hinter der Werkstätte abgeladen

Es hat heute seit dem Morgen geregnet, jetzt ist der Regen dem Sturm gewichen und ab morgen soll es wieder sonnig sein. 

Tatsächlich kommt wieder die Sonne

Wir haben genug zu Essen gebunkert, Strom bekommen wir von der Werkstatt und dann schauen wir weiter, was passiert. 

Jedenfalls sind wir jetzt von Winchester nach Southampton geschleppt worden und stehen am Eingang zum „New Forst National Park“. Zwischen Plaitford und Nomansland. Ja, das heißt wirklich so und es verspricht ein ruhiges Wochenende zu werden. 

Abschied von Oxford

Ein sonniger Herbsttag geht zu Ende und wir haben ihn sehr genossen.

Eine spätsommerliche Fahrt nach Winchester nachdem gestern Michele gemalt wurde und wir ein köstliches 3 gängiges Nachtmahl genießen durften. Das geschichtsträchtige Haus – 250 Jahre hat es auf dem Buckel und kann viele Geschichten erzählen – so wie der köstliche Rotwein sorgten bei von Tony (Michele’s Mann) kreiertem tollen Menü nach der Porträtsitzung für ausgezeichnete Stimmung. 

im Atelier von Michelle, im Vordergrund eines ihrer letzten Arbeiten zum Thema „Flüchtlinge“

Wir hätten die ganze Nacht weiter reden können. Es gab so viel zu erzählen und von Michele und Tony zu hören. 

Im Atelier von Michelle war gut arbeiten
Interessante Gespräche halfen dem Portrait sich zu entwickeln

Wilfried ist mit dem Ergebnis des Porträts von Michele recht zufrieden, er nähert sich immer mehr seinen Vorstellungen, was ein life Porträt können sollte: es soll die Essenz eines Menschen darstellen. 

als es dunkel wurde waren wir auch bald fertig

Wir hoffen auch bei Sohn Daniel, der in Spanien lebt Kontakt zu bekommen und dort Porträts sammeln zu können. Vorgewarnt ist Daniel jedenfalls und wir haben somit ein Ziel, das wir aufsuchen können zwischen Granada und Málaga. 

Wir durften vor dem Haus der beiden in Islip stehen und unsere Wassertanks auffüllen. 

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von den lieben Menschen, hoffen aber, dass wir uns in Spanien, Frankreich oder Österreich wieder sehen.  

Beim Aussteigen aus Big Fredi in Winchester machten wir eine schreckliche Entdeckung: der rechte Hinterreifen rauchte und das komplette Rad war schrecklich heiß, was einen Gestank nach verbranntem Gummi verbreitete. Jetzt kühlt Big Fredi sein heißes Bein und wir müssen morgen beobachten, wie es weitergeht. Auf der Autobahn sind wir einmal unabsichtlich in ein riesiges Loch gefahren, es tat einem in der Seele weh. Immer wieder sind auf den englischen Autobahnen völlig unvermittelt riesige Löcher, die man gar nicht rechtzeitig sieht um ihnen ausweichen zu können. Der Krach geht einem durch Mark und Bein. Und unserem alten Gesellen tun solche Streiche gar nicht gut. Da kann schon einmal eine Bremse kaputt gehen oder ein Lager seinen Geist aufgeben. 

Wir hoffen, dass es keine teure Reparatur braucht um Fredi heil nach Hause zu bringen.