Frankreich rettet Spanien

Blogeintrag 13.1.2019

Die letzten Tage waren ziemlich kühl 12-14 Grad nur am Tag als Höchsttemperatur und in der Nacht sank das Thermometer dann auf knapp über Null.

So wachten wir vor 2 Tagen bei 2 Grad in der Früh im Big Fredi auf, dann schon bei 3, und heute hatte es schon 4 Grad. Mit den ersten Sonnenstrahlen schnellt die Temperatur dann schnell hinauf und heute sollen wir wieder 18 Grad bekommen. Die Spanier sind angezogen wie im Winter, mit dicken Jacken, Pelzkragen und wolligen Schlals. Wir gehen die paar Meter zum Supermarkt mit Sweatshirtjacken, ohne Schals und Kopfbedeckung. Wir genießen das und sind eher abgehärtet und nicht krank. Aber selbst für erfahrene Spanienreisende ist die Temperatur hier derzeit äußerst niedrig. Sogar Kai, unser deutscher Nachbar hat vor 2 Tagen zu den warmen Wollsocken gegriffen, die ich ihm geschenkt habe. Bis dahin war er ohne Fußbekleidung nur in Schlapfen unterwegs. 

Unsere polnischen Nachbarn hingegen (Zbignev und Sylvia) heizen die ganze Zeit ihre Behausung auf – laut Kai – Saunatemperaturen und Sylvia ist auch die einzige, die krank ist. Es geht ihr aber auch schon wieder besser. Die Meeresluft trägt zur raschen Heilung der Luftwege positiv bei. 

Wir sind sehr sparsam beim Gasverbrauch, frieren aber nie und kommen nun seit 12. Dezember mit unserer Gasflasche aus. Wie lange es noch reicht, wissen wir nicht, das Ende kommt immer sehr abrupt und im unmöglichsten Augenblick, also mitten im Kochen oder wenn es finster und kalt ist draußen. Da Wilfried dann in die Heckgarage klettern muss, um die Flaschen zu tauschen, ist das immer ein wenig aufwendig. Dann müssen wir so bald wie möglich eine volle spanische Gasflasche anschließen, damit wir zum Heimfahren die österreichische Flasche noch als Reserve haben. 

Es ist jetzt 10:30, die Sonne strahlt aus dem leicht bewölkten Himmel und es hat schon 10 Grad. 

Freitag war ein reiner „Officetag“ und gestern Samstag sollte der Spanier zum Zeichnen zu Mittag auftauchen. Entweder hat er das aber nicht ernst genommen letzten Samstag oder er hatte kalte Füße bekommen, oder einfach etwas Anderes vorgehabt. Was für ein Glück, dass sich unser neuer französischer Nachbar, Paul, gleich spontan dazu entschloss, Porträt Nr. 35 zu sein und erster Franzose von Face Europe. Sein Land ist bereits prominent in der EU Flagge auf Big Fredi ausgemalt und seine Unterschrift prangt nun als erste neben Frankreich. Leider streikte unsere Kamera und es gibt von seiner Sitzung kaum Aufzeichnungen. Irgendetwas stimmte mit der Speicherkarte nicht. Das konnte man während des Filmens leider nicht erkennen. Ist furchtbar schade, denn Paul hatte eine Menge zu erzählen. Auch seine Ansätze bezüglich EU fand ich sehr spannend. 

Am Abend gesellte sich auch noch Marlon aus Deutschland mit seiner Familie zu uns und wechselte seinen Autoreifen. Als Wilfried das bemerkte und seine Hilfe anbot, war er aber auch schon fertig. Heute erwarten wir Bettina mit ihrer Familie, denn Freya, die ältere Tochter möchte von Wilfried gezeichnet werden. 

Es ist ein ruhiger Sonntag, ein paar wenige Angler, Spaziergänger, Läufer und Hundebesitzer sind erst unterwegs. 

Gestern erzählte uns Zbignev seine Begegnung der anderen Art. Er ging so seines Weges, als ihm eine Reiterin begegnete. Das Pferd blieb wie geschockt stehen und rührte sich nicht. Die Frau rief ihm zu, er solle irgend etwas sagen, das Pferd nimmt sonst an, er sei ein Monster. Nun muss man dazu wissen, dass Zbignev ein nicht allzu großer Mann, bescheiden und unauffällig ist. Monster ist das letzte Merkmal, das man ihm zubilligen würde. Also sprach Zbignev ein paar Worte auf englisch, das Pferd erwachte aus seiner Angststarre und beide konnten ihres Weges gehen. Wilfried konnte sich vor lauter Lachen nicht halten und baut die Geschichte in seiner Phantasie schon wieder weiter aus. 

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