Dichte letzte Tage in Valencia

Blogeintrag 6.2.2019

Am Montag war es noch zu kalt um draußen zu sitzen und deshalb wurde Martin auch im Auto drinnen gezeichnet

Spannend war es seinen Werdegang und seine europaweite Lebenstour mit zu verfolgen. Seine Hartnäckigkeit hat seinen Lebensweg ganz stark geprägt. 

Der Dienstag begann ganz eigenartig. In der Früh erfuhren wir von Michael, dass Christl in der Nacht bestohlen wurde. In ihr Auto wurde eingebrochen. Die Tasche mit Geld, Geldbörse, Handy, Ladegerät, Autoschlüssel war ihr -während sie schlief geklaut worden. Wir konnten es gar nicht glauben. Wir hatten uns hier immer so sicher gefühlt. Christl war die Ruhe in Person. Sie schätzte sich glücklich, dass ihr nichts passiert war und sie schließlich ihren Pass und ihr Tablet im Auto gut genug verwahrt hatte, sodass die Diebe es nicht mit nahmen. 

Ich half ihr sämtliche Karten zu sperren und die Polizei anzurufen. Dazu ist es natürlich prima ein unbegrenztes Telefonguthaben in der gesamten EU zu haben. Zeitgleich als dann die Polizei auftauchte, um das Geschehen zu protokollieren, erschien die Guardia Civil und teilte ihr mit, dass ihre Tasche gefunden wurde. Die Autoschlüssel und ihr Führerschein waren drinnen und nur das Handy, das Ladegerät, das ihr Michael geborgt hatte und sämtliche Kreditkarten und die Mastercard waren verschwunden. Man kann sich die Erleichterung vorstellen, als Christl die Sachen in Empfang nahm. Nun muss man sich vorstellen, die beiden Herren von der Guardia Civil fuhren Christl und mich anschließend zur Dienststelle, wo Christl die Anzeige schriftlich zu Protokoll geben konnte und sie brachten uns anschließend wieder zurück. Das war ja ein außerordentlicher Service, den sich keiner von uns erwartet hätte. Wir wurden auch rechtzeitig zur Face Europe Sitzung wieder abgeliefert und ich konnte mein Interview mit Deise selbst führen. Michael wäre – wenn ich nicht rechtzeitig zurück gekommen wäre – nämlich für mich eingesprungen. Er war bereits von Wilfried in einem Schnellkurs instruiert worden, welche Fragen er an Deise zu richten gehabt hätte. So war er aber dankbar, dass ich diesen Part übernahm und die Sitzung verlief sehr locker und mit viel Lachen und immer wieder interessierten Publikum. Deise erklärte sich bereit, Christl mit der Eröffnung eines neuen Kontos beizustehen. Dazu wollte sie heute mit dem Fahrrad kommen und Christl dabei in die Stadt bringen. 

Kai erschien ebenso am Nachmittag und begrüßte uns überschwänglich. 

Irgendwie blödelten wir dann über Pyjamas und eines gab das Andere und plötzlich war klar, dass wir am letzten Abend eine Pyjamaparty machen sollten. Enrico, der Italiener und die gesamte Mannschaft wollten uns zur Pyjmaparty abends noch treffen. Auch Deise wollte noch kommen. 

Dann waren alle irgendwie zu müde. Der einzige – treue Enrico tauchte spät abends noch auf, aber als er nur uns beide sah und überall sonst war es schon dunkel in den „Hütten“, wollte auch er nach Hause und wir machten uns für den nächsten Morgen ein letztes gemeinsames Frühstück zum Abschied aus. 

Es wurde ein feines und gemütliches Frühstück mit Musizieren und Abschied nehmen. Michael fuhr als Erster ab. Deise und Christl fuhren mit ihren Rädern nach Valencia. Deise war so lieb, extra hierher zu kommen und Christl behilflich zu sein, wieder ein Konto zu eröffnen oder sonst wie zu Geld zu kommen. Morgen sehen wir Christl auch wieder bei Deise beim Mittagessen. 

Schwer ist uns der Abschied gefallen von so vielen lieben Menschen. Gestern Abend tauchte auch noch Marion aus Frankreich auf, die Kitesurfen geht, Musikerin und Reitlehrerin ist. Auch eine sehr sympathische Person. Vielleicht sehen wir sie wieder auf unserem Weg in den Süden. 

Wir rissen uns dennoch los und fuhren zu Naranjas del Carmen, wo Wilfried ein tolles Bild von Gabriel gezeichnet hat, während wir seinen Erzählungen lauschen durften. Es hätte von uns aus ewig so weiter gehen können, so dicht war die Erzählkunst von Gabriel. Leider musste Gabriel dann noch einen weiteren Termin wahrnehmen, aber wir sehen ihn morgen früh wieder. Da möchten wir noch Orangen und Honig kaufen und dann weiter ziehen. 

Es wird immer spannender und aufregender so vielen Menschen bei ihren Lebensgeschichten zu lauschen. Danke an alle, die uns mit Face Europe beschenken!

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