Zu Hause angelangt

Blogeintrag 5. April 2020

Nach elf Reisetagen sind wir gestern etwa um 15 Uhr in Nußdorf daheim gelandet.

War das eine liebe Überraschung an der Tür, von unserer Nachbarin Rosi angebracht: „Willkommen daheim“!

In der Küche fanden wir dann noch eine zweite und größere Überraschung: eine köstliche Sachertorte und ein Strauß Himmelschlüssel. Wie gerne hätte ich auf unserer Fahrt ein paar gepflückt, aber eine volle Vase im wackeligen Big Fredi passen einfach nicht zum Reisen. Nun freue ich mich um so mehr, dass ich die Himmelschlüssel in der Vase genießen kann. 

Und die Torte war einfach himmlisch. Danke Michaela, danke auch für das Entleeren des Briefkastens uns Aufpassens auf unser Haus. Auch der Wein war schon geschnitten und kann nun voll in Saft gehen. 

Ich hoffe, Michaela kann auch die frischen Trauben genießen!

Es war angenehm warm am Nachmittag und das solange die Sonne schien. Das Haus war von Michaela schon seit Tagen gelüftet und mit warmer Frühlingsluft erfüllt worden. 

Ohne Heizung wäre es aber im Haus und auch im Atelier noch zu ungemütlich und so verlängerten wir unser Reisefeeling freiwillig noch in Big Fredi.  

Jetzt heißt es zwei Wochen in Quarantäne leben. Unsere Todo Liste geht allerdings weit über zwei Wochen hinaus. Wir haben uns gestern schon einen Strategieplan zur Umsetzung zurechtgelegt. 

Das sonnige und immer wärmer werdende Wetter wird uns dabei gut unterstützen und die vielen Hilfsangebote unserer Freunde sind ein liebevoller Polster. 

Danke, dass ihr uns auf unserer Reise bisher so geduldig begleitet habt. Wir machen jetzt eine Blogpause während unserer Arbeitsphase und melden uns wieder zurück sobald wir neue Reispläne haben und würden uns freuen, wenn ihr uns wieder begleitet!

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Österreich hat uns wieder

Blogeintrag 3. April 2020

Am Morgen bei der Abfahrt von Waldkirch staunten wir nur so über das rege Treiben auf den Straßen und Gehsteigen.

Viele Firmen scheinen normal oder wenig eingeschränkt zu arbeiten, Autowerkstätten sind geöffnet. Was täte der Deutsche ohne sein Auto! Sogar Bauarbeiten gehen scheinbar uneingeschränkt weiter. Das haben wir sonst nirgends während der Coronakrise gesehen.

In Freiburg, einer sehr schönen Stadt ging es auch sehr lebhaft zu. Viele Radfahrer und Fußgänger waren auf den Straßen und Gehsteigen. 

Wir kletterten bald einmal über Serpentinen durch den Schwarzwald hinauf, wo wir auch tankten. Die Verkäuferin erzählte uns Anektoten aus ihrem Alltag mit 3 Kindern, die jetzt zu Hause mit e-learning beschäftigt sind und ließ ihren Frust darüber ab, wie die Lehrer sich an den Eltern abputzen. 

Oben am Berg lag teilweise noch Schnee.

Vorbei am Titisee ging es durch wunderschöne, teils noch im Winterschlaf befindliche Landschaft.

Dort, wo die Donau ihren Ursprung hat und die ersten Kilometer dahinfließt, ist die Welt noch in Ordnung.

Als wir nach einigen Stunden Fahrt für das verspätete Mittagessen einen Platz suchten, befanden wir, dass es eigentlich genug des Reisens war und beschlossen, gleich dort zu stehen für die Nacht. Es war in Ehingen an der Donau, das erste Mal auf unserer Reise lag unser Schlafplatz nicht an einem See. Das hätte uns zu denken geben müssen. Es war ziemlich schlimm. Bis um 1 Uhr Früh kamen und fuhren private PKWs in kurzen Zeitabständen auf den Parkplatz, der eigentlich Wohnmobilen zum Schlafen dient, und machten dort Kravall: Laute Musik aus den Radios, laufende Motoren, lange und laute Unterhaltungen von Leuten, die sich offenbar dort trafen und Geschäften jedweder Art nachgingen. Dieser Platz wird von uns sicher nicht mehr besucht. 

Dementsprechend müde waren wir auch am Morgen und kamen spät auf die Straße. 

Es war ein langer Tag mit vielen Kilometern auf Landstraßen. Über Ulm, Ingolstadt, Landshut ging es zum Mittagessen auf unseren Platz in Neuburg an der Donau. Dort standen wir auch schon im Herbst 2018 bei unserer Rückkehr aus Großbritannien, als ein tolles Kunstfest stattfand. 

Heute war es leer bis auf ein paar Fußgänger und Radfahrer. Es diente auch nur zum Mittagessen. Die Butterkartoffeln sind ein schnelles und doch warmes Mittagessen, liegen nicht schwer im Magen und munden uns beiden. 

Voller Ungeduld näherten wir uns der österreichischen Grenze und auch hier waren wir eher enttäuscht von der Realität. Wir wurden von unseren Freunden und Familienmitgliedern schon gewarnt wegen des Grenzübertritts: es wird immer schlimmer! 

Es wurde aber ein kurzer freundlicher Aufenthalt an der Grenze. Wir zeigten unsere Pässe und der sehr junge Beamte fragte uns, ob wir vom Urlaub zurück kommen und ob wir wüssten, dass er uns jetzt in Quarantäne schicken müsste, vermerkte unsere Adresse auf seiner Liste, füllte ein Formular aus, ließ es uns unterschreiben und wir fuhren ein paar Kilometer weiter nach Andorf. Hoffentlich wird es hier eine ruhige Nacht vor unserer letzten Etappe nach Hause. 

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Deutschland erreicht

Blogeintrag 1. April 2020

Heute waren wir schon zeitig munter und reisebereit. 

Die Fahrt bei blauem Himmel und auf wenig frequentierten Straßen verlief reibungslos.

Ein amerikanischer Schulbus, der offenbar zum Restaurant umgebaut werden soll, erregte unsere Neugierde. Die Arbeiten sind derzeit – so wie alle Aktivitäten in Tourismusbetrieben – eingestellt. Das Fotografieren ist allerdings nicht verboten und so hielten wir Big Fredi an, um uns ein Bild von dem großen Straßenkreuzer zu machen. Sieht schon lässig aus, so ein Bus.

Rechtzeitig zur Stoßzeit erreichten wir schließlich die deutsche Grenze. 

Der letzte Kilometer zog sich im Schritttempo dahin. Der Polizist kontrollierte unsere Pässe und wollte das Ziel unserer Reise wissen. Dann waren wir schon wieder fertig mit der Kontrolle. 

Da wir jetzt ganz legal mit unserem registrierten 5 Tonner unterwegs sind, erlauben wir es uns jetzt auch auf der Autobahn zu fahren. Es ist unvergleichlich mehr auf Deutschlands Straßen los als in allen anderen Ländern, durch die wir bisher gefahren sind. Man merkt eigentlich nicht viel Unterschied zu normalem Verkehr.

Auch auf den Gehsteigen, auf Spazierwegen und in den Parks gehen die Leute rudelweise spazieren und man wundert sich über die vielen Großfamilien. 

Gut, dass wir uns in Big Fredi sicher verschanzen können. Bei einem kurzen Spaziergang um den kleinen Stadtrainsee in Waldkirch zog ich mein Halstuch über Mund und Nase. Alle Menschen, denen wir begegneten, waren ohne Mundschutz unterwegs.

Eine Wasserschildkröte sonnte sich gerade regungslos an den herrlichen Sonnenstrahlen. 

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Unser 7. Reisetag nach Hause

Blogeintrag 31.3.2020

Wir sind tatsächlich auf dem selben Platz in Autun gelandet, auf dem wir vor ziemlich genau einem Jahr auch gestanden sind.

Heute haben wir wieder den ganzen Tag die Sonne gesehen, aber ein eiskalter Wind hat die ganze Fahrt heftig an Big Fredi gerüttelt.

Um jedwede Möglichkeit eines leeren Tanks auszuschließen haben wir eine kleine und sündteure Tankstelle gesponsert. 1,44 € für ein Liter Diesel, bei der nächsten Tankstelle hätte er nur mehr 1,33 gekostet. Immer noch um einiges teurer als derzeit in Österreich. 

Ich bezahlte in voller Montur: als Mundschutz fungierte mein x-fach zusammengelegter Schal und ein paar Einweghandschuhe gibt es immer bei uns fürs Tanken. 

Irgendwie ein komisches Gefühl, aber wir werden uns daran gewöhnen müssen. 

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Zurück auf der Straße Tag 6 unserer Reise 

Blogeintrag 30.3.2020

Nach einem Tag der Rast im Wald sind wir nun wieder ein Stück der Heimat näher gekommen.

Eigentlich war geplant, einen schönen Spaziergang um den See zu machen aber das Wetter war gar nicht einladend: regnerisch und bewölkt. Wie schön präsentierte sich doch der See, als wir am Abend davor am Ufer entlang fuhren. Am nächsten Tag war alles anders. Also blieben wir faul im Auto, mit Dingen beschäftigt, die ohnehin zu tun waren. 

Heute hieß es aber dann doch weiterziehen. 380 km bis zu einem nächsten kleinen See. Bei Regen oder Schneeregen verlief die Fahrt ziemlich öde. Der beginnende Frühling wurde nicht von der Sonne begleitet. Gut, dass kein Schnee auf der Straße ist. Dafür wären unsere Reifen nämlich nicht geeignet. 

Auf den Überkopftafeln der Autobahnen sind immer wieder Hinweise zum Coronavirus Covid 19 zu lesen.

Covid 19 – Limit-Kontakt

Jetzt haben wir bei eiskaltem Wind einen Platz mit Blick auf den See Étang de Gouillet bei Saint-Sylvestre gefunden und den See schauen wir uns nur von herinnen an.

am Morgen schien wieder die Sonne
der schöne, ruhige Platz für die Nacht

Nur ungefähr 20 km entfernt von dem kleinen Ort Fromental, an dem wir letztes Jahr übernachtet hatten. Unsere Tagesetappen ähneln sich ziemlich gut mit denen vom letzten Jahr und auch mit ein paar Tagen Unterschied sind wir wieder auf der selben Strecke unterwegs. 

In Autun gibt es für morgen wieder einen See für einen Stellplatz. Mal sehen, ob wir den wieder erreichen. 

In fünf Reisetagen haben wir bereits 1.650 km zurückgelegt. 1.400 km liegen noch vor uns. 

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Vom Westen in den Süden

Blogeintrag 25.11.2019

In Odeceixe hat es uns besonders gut gefallen

Wir blieben vom 19. bis 24.11.2019 dort und haben alle möglichen Wetterkapriolen erlebt: Hitze, Regen, Sturm und auch ganz entspanntes Schönwetter. Einmal mitten in der Nacht rüttelte der böenartige Wind so sehr an der Seite von Big Fredi, dass ihn Wilfried kurzerhand um 90 Grad drehte und die Angriffsfläche auf die Rückseite verschob. Wären wir davon nicht so hellwach geworden, hätten wir den Rest der Nacht gut geschlafen. Wir warteten stattdessen auf den Schlaf bis zum Morgen, der sich aber nicht mehr so richtig einstellen wollte. Ansonsten wird der Stellplatz am Ufer des Flusses Seixe zu meinem Lieblingsplatz erkoren. Mit Wasser und Lebensmitteln ausgestattet kann man es hier eine Weile aushalten. 

Wir verbrachten viel Zeit mit Luise und Jonas. Sie reisten nach ein paar Tage weiter und wollen uns eventuell hier wieder treffen.

jonas und louise in odeceixe

Ein schöner Spaziergang auf die Klippe fand bei -fast – ungetrübtem Wetter vorgestern doch noch statt. Zuerst war es uns zu heiß gewesen, dann zu regnerisch und erst am letzten Tag machten wir uns auf den Weg. Nur einmal suchten wir vor ein paar Regentropfen den Schutz von ein paar Bäumen auf. Dieser Weg ist der Küstenwanderweg, der sehr schön aber anstrengend sein muss. Man geht sehr viel auf Sand und es geht bergauf und bergab. 

Gestern (24.11., also ein Monat vor Weihnachten) verließen wir unseren Stellplatz und setzten über einen Lidl-Zwischenstopp in Vila do Bispo und Intermarche Zwischenstopp  in Sagres von der West- zur Südküste von Portugal über. Sagres war Wilfried gleich einmal ein Greuel mit seinem touristischen Flair. Wir kamen gar nicht in das Innere der Stadt sondern bogen gleich in Richtung Westen zur Küste an den letzten „Zipfel“ von Portugal ab. Ein altes Fort beziehungsweise ein Überrest davon bot uns Schutz für die Nacht. Die Lichter von Sagres auf der einen Seite und der Leuchtturm auf der anderen Seite waren die einzigen Lichtquellen.

altes Fort in Sagres

Ansonsten war es stockfinster als noch ein Womi später ankam. Das Meer ist hier viel weniger stürmisch und die Wellen gar nicht hoch. Vielleicht ein Zufall oder eher doch die Himmelsrichtung, wenn der Westwind nicht so ankann?

Wir werden das ab jetzt verfolgen können. 

Mittlerweile sind wir am Mittwoch (also übermorgen) zum Mittagessen von Nikolas eingeladen, dem Wilfried in Polen vor einigen Monaten den Tisch repariert hat. Er ist Engländer mit polnischem Vater und passionierter Bridge-Spieler. Er kennt die Gegend hier gut und kann uns sicher ein paar Tips geben. Nicht dass wir jetzt das Bridgespiel für uns entdecken werden, aber den einen oder anderen interessanten Hinweis wird er schon haben, da er schon jahrelang den Winter hier verbringt. 

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Atlantik im Winter

Blogeintrag 20.11.2019

Wir sind bis gestern am Strand von Porto Covo gestanden, sowohl Luise als auch Jonas aus Deutschland wurden porträtiert

Face Europe no. 103 – work in progress-louise-after 20 min
Face Europe no. 103 – work in progress-louise-after 60 min
Face Europe no. 103 – work in progress-louise-after 120 min – finished
Face Europe no. 103 – work in progress-louise-after 120 min – finished
Face Europe no. 104 – work in progress-jonas-after 15 min
Face Europe no. 104 – work in progress-jonas-after 120 min – finished
Face Europe no. 104 – work in progress-jonas-after 120 min – finished

Das Wetter war wesentlich besser als prognostiziert, somit ist immer Platz für positive Überraschungen. Der Regen tobt sich in der Nacht aus und die Tage sind sonnendurchflutet mit mehr oder weniger Wind.

Gestern haben wir dann anderen Reisenden unseren Stellplatz frei gemacht und sind an den einsamen Strand von Odeceixe (unaussprechlicher Name, wunderbare Umgebung) weitergereist. 65 km, ein kurzer Zwischenstopp zur Ver- und Entsorgung in Odemira. Jetzt im Winter ist es unbeschreiblich schön und ruhig hier. Wir wollen gar nicht so viel Phantasie aufbringen und uns die Strände im Sommer vorstellen. Es muss fürchterlich sein. Jetzt, um diese Zeit sind wir noch nie von der Polizei verjagt worden. Zur Hauptsaison im Juli und August könnte man nicht so entspannt reisen. 

jonas und louise in odeceixe

Gerade eben habe ich Wilfried gefragt, ob er auch schon neugierig ist darauf, wo wir den Winter verbringen werden und ob wir auch wieder an einem Platz 2 Monate bleiben werden wie letztes Jahr in Valencia. Eine Zeit lang bleiben wir sicher noch in Portugal. Es ist ein sicheres und wunderschönes Land. 

Pedro und Isa sind mittlerweile in Lagos angekommen. Das ist nur mehr 40 km entfernt und liegt schon an der Südküste, aber immer noch am Atlantik. Erst in Algeciras geht der Atlantik in der Meerenge von Gibraltar in das Mittelmeer über. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg und viele Buchten wollen ausgekundschaftet werden. 

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Face Europe Familie wächst weiter

Blogeintrag 14.11.2019

Gestern früh

lernten wir noch die portugiesische Familie mit Pedro, Isa und ihren beiden Töchtern Luz und Luma (10 und 6 Jahre alt) kennen, als wir bei Intermarche standen und über unseren weiteren Weg nachdachten. Sie empfahlen uns unbedingt die Küste bei der Lagune Praia de Santo André anzusehen, wo sie selbst gerade 2 Tage gestanden waren. Außerdem tauschten wir Telefonnummern aus, um uns gegenseitig von unserem Standort in Kenntnis zu setzen. Pedro wollte sich gerne porträtieren lassen. Also fuhren wir zum Strand von Santo André während Pedros Familie uns in den Süden vorausfuhr, wo wir uns wieder treffen wollten. 

Der Strand von Santo André war wirklich schön und die Lagune und das Meer luden zum Spazierengehen ein. Eine steife Brise, wie immer am Atlantik blies uns um die Ohren. Eher alternative Camper standen da und einer stach Wilfried gleich ins Auge: Eine Allradler mit zwei sympathischen Deutschen.

Sie luden uns auch gleich an ihren Tisch ein, ich packte meinen Obstsalat samt Schüsserln und Löfferln dazu und wir speisten gemeinsam. Jonas und Luise sind beide Tierärzte, die nach Afrika reisen wollen und jetzt Erfahrungen sammeln für das Zusammenleben auf engstem Raum. Wir vereinbarten uns wieder zu treffen, weil die beiden auch bei Face Europe mitmachen wollen. 

Pedro gab uns seinen Standort durch und wir zogen weiter zu seinem Stellplatz. Es war eine wunderschöne Fahrt bei untergehender Sonne, die zwar für ein tolles Licht zum Anschauen der Natur und zum Fotografieren sorgte, aber beim Autofahren sehr blendete. Wir nahmen brav dem Navi folgend eine Route durch Santiago do Cacém anstatt auf der Autobahn zu fahren. Durch Korkeichen- und Föhrenwälder ging es ewig kurvenreich dahin, bis wir in Porto Covo wieder das Meer sahen. Die Sonne war aber bereits untergegangen und wir winkten Pedro und Isa gerade noch ein Hallo und füllten unsere leeren Bäuche. 

Heute war Pedro Guru (Guru ist sein Spitzname) dann am Nachmittag bei uns und es entstand ein sehr authentisches Porträt mit phantastischen Erlebnissen aus seinem Leben in der Karibik und in Portugal.

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Face Europe no. 102 – work in progress-pedro guru-after 120-min-finished

Morgen hat sich Isa gemeldet für ein Porträt. Luz, ihre 10 jährige Tochter ist ein Ausnahmetalent im Zeichnen. Wir durften uns ihre Werke anschauen und waren äußerst beeindruckt. 

Abends meldeten sich dann noch Jonas und Luise als unsere neuen Nachbarn, die wir dann morgen mit Pedro und Isa bekannt machen können. 

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Falkenberg mit großen Überraschungen

Blogeintrag 2. September 2019

Wir verließen Donnerstag früh die Heringsfarm und traten unsere Weiterreise nach Deutschland an

Am Freitag, den 30. August trudelten wir abends bei unseren Freunden in Falkenberg ein. Anna hatte für uns den Parkplatz gegenüber von ihrem Haus von den Nachbarn für Big Fredi zugesichert bekommen. 

Es war brechend heiß bei über 30 Grad und steigerte sich noch bis Sonntag auf 34 Grad. 

Anna, unsere Gastgeberin schlug vor, dass wir sie am Samstag mit Face Europe Werbung zu ihrem Trödlermarkt begleiten. Es fanden sich auch gleich 4 Personen, die Wilfried in 2 Tagen zeichnete. Ein Mann, Peter, der die Faschungssitzungen von Falkenberg schreibt und moderiert. Die anderen Teilnehmer waren Frauen.

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Beim Trödlermarkt war ziemlich viel los und plötzlich erspähte ich ihn: einen süßen kleinen Steiff Teddybären. Ich dachte erst den würde ich mir niemals leisten können aber ich einigte mich mit dem Verkäufer auf 2,50 €. Sofort wanderte der kleine natürlich in meinen Besitz über. Jetzt ging es daran herauszufinden, wer da so lange auf die richtige Bärenfamilie gewartet hatte. Sofort stellte sich heraus, „Burli“ ist das neue Familienmitglied der Bärenbande.

Burli der Neue

Es dauerte gar nicht lange, war Burli voll integriert. Er wurde von Gracia geneckt und gab ihr gleich einen Stupser. Mama Mali schritt ein und besänftigte die beiden neuen Geschwister. Jetzt hecken sie schon gemeinsam Streiche aus und übertrumpfen Fredi beim Sprüche klopfen. Schon in der Früh geht es los mit Ausreden erfinden, wieso keiner von ihnen das Frühstück herrichten kann.

Die Bärenfamilie

Aber süß sind sie unsere Bären, die schon eine eigene Schachtel bewohnen und täglich morgens in unser Bett wandern und abends wieder einen Stock tiefer steigen und nachts ihr Unwesen im Big Fredi treiben. In der Früh schaut es immer so arg aus, dabei sitzen sie alle ganz artig und friedlich in der Schachtel und warten auf den Aufstieg in unser Bett.

Die Bärenfamilie in ihrer Schachtel
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Słupsk ist der Renner

Blogeintrag 16. August 2019

Eine wundervolle Urlaubswoche bei unseren Freunden in Kaliningrad sorgte für Entspannung und viel Spaß.

Die Woche verging wie im Flug und bei der Ausreise standen wir 5,5 Stunden an der Grenze zu Polen. Dienst nach Vorschrift. Gefühlte 100 mal Öffnen sämtlicher Türen und Klappen in unserem Big Fredi, Erstaunen oder einfach nur „Blechgesichter“ bei den Beamten, deren Tragen der überdimensionalen Kappen schon eine Sonderzulage beim Gehalt rechtfertigen würde. 

Endlich nach dem letzten Fenster zur Passkontrolle hieß es dann auch noch Fahren durch die Röntgenbeschau. Ich wollte wissen wonach sie suchen und wurde aufgeklärt, sie suchten nach Tieren und versteckten Menschen. Welch ein Schreck: wir haben doch unsere Bärenfamilie an Bord und sicher auch ein paar Moskitos russischen Ursprungs. Gott sei Dank konnten sich alle gut verstecken und wir setzten unsere Fahrt noch bis Frombork, zu deutsch Frauenburg fort. An einem ruhigen Parkplatz an der Straße übernachteten wir ein Mal. In der Früh frühstückten wir mit unserem englischen Nachbarn Nikolaus. Wilfried half ihm anschließend bei seiner Autoreparatur. Während ich mich mit einem süßen kleinen Babykätzchen vergnügte, es mit Milch zutraulich machte, werkelte Wilfried im Auto von Nikolaus. Zum Dank lud er uns ein in Portugal mit ihm essen zu gehen. Ja, so groß ist die Gemeinschaft des fahrenden Volkes!

Es wäre zwar möglich gewesen unser nächstes Ziel – Smoldzino – am selben Tag noch zu erreichen, aber wir zogen es vor, noch einmal an einem wunderschönen naturbelassenen See umgeben von viel Wald zu übernachten bevor wir unseren Freund Michael in Smoldzino am 26. Juli schließlich erreichten.

Welch wunderbarer Garten nahm uns hier auf! Weitere 2 Wochen ohne erfolgreiche Face-Europe Suche.

Obwohl Michael schon vorgearbeitet hatte, fand sich keiner, der porträtiert werden wollte. Also nützten wir die Zeit mit Strandbesuchen und einer tollen Faltbootfahrt auf der unberührten Lupawa.

Am Donnerstag, den 8. August wendete sich das Blatt dann gewaltig. Ein Ausflug nach Słupsk endete in einer Einladung der Stadt direkt vor dem Rathaus zu stehen und unser Projekt weiter zu führen. Sogar für die Nacht hatte Dariusz, der Kulturmanager, für uns einen Platz im Kulturzentrum reserviert. Das Kulturzentrum ist ein videokontrollierter Park mitten in der Stadt. Wasser und Stromanschluss ebenso inkludiert wie eine Toilette. Dariusz wusste sofort, worum es bei unserem Projekt geht und unterstützt uns großartig. Die Cafeteria und die Toilette im Rathaus sind für uns immer untertags zugänglich. Das erleichtert unser Leben hier ungemein und wir können uns hier den wesentlichen Dingen zuwenden: Face Europe bekommt heute das 9. polnische Gesicht. Davon sind dann 8 in Słupsk entstanden.

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Dariusz stellte den Kontakt zum lokalen Fernsehen her: seit Mittwoch sind wir mit einem umfassenden Video dort vertreten. Ebenso das Stadtblatt und die Lokalzeitung haben uns erwähnt.

Am Mittwoch wollte ich ein Stück Stoff kaufen. Michael hatte uns einen uralten witzigen Klappsessel geschenkt, dessen Bezug zu erneuern war. Da ich meine Nähmaschine mit an Bord habe, ist es mir möglich auch größere Projekte zu nähen. Die Verkäuferin, Beata und ihre Tochter Kalina sind nun auch im Projekt dabei. Das Stück Stoff für den Sessel bekam ich obendrein geschenkt. Der Sessel ist nun frisch bezogen mit einem Stoff, der in 100 Jahren noch gut ist. Er wird uns immer an Słupsk erinnern. 

Von Montag bis Freitag entstanden somit 8 Porträts und die Anfragen gehen immer noch weiter.

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