Reisetag 4 von Portugal nach Hause – Frankreich 

Blogeintrag 28.3.2020

Heute Morgen tauchte die Polizei an unserem einsamen Stellplatz auf und begrüßte uns freundlich.

Wilfried gab zu verstehen, dass wir hier auf der Durchfahrt nach Frankreich stehen und heute noch weiterfahren. 

Wir nahmen uns noch die Freiheit, einen gemeinsamen Spaziergang am Ufer des Sees zu machen und den unterschiedlichsten Vogellauten zu lauschen. Kein Mensch in Sicht.

Diese Reise steht offenbar unter dem Motto: Seen. 

Am Ende des 4. Reisetages haben wir wieder einen Platz in der Nähe eines Sees zum Übernachten gefunden. Der Stellplatz im Wald war uns auch schon vor genau einem Jahr positiv aufgefallen. Damals fanden wir bei einem Spaziergang aber den See nicht, denn wir marschierten in die falsche Richtung. Heute kamen wir auf einem anderen Weg hierher und passierten dabei das Seeufer. Somit ist für morgen der Spaziergang schon fix. 

Die Fahrt hierher war nach der frostigen Nacht und unserem morgendlichen Spaziergang um den spanischen Stausee Embalse de Ullibarri bei strahlendem Sonnenschein um so viel angenehmer als wir die beiden letzten Male erlebt hatten. Vor einem Jahr bei unserer Rückreise und auch im Herbst beim Einreisen nach Spanien hatten wir das Gebiet nur bei Regen, viel Verkehr und im Stress erlebt. Jetzt, ohne Verkehr und bei Sonnenschein war es sogar erträglich. 

In Spanien ergatterten wir noch eine Gasflasche. An der Grenze zu Frankreich winkten uns die Polizisten freundlich durch. 

Morgen wollen wir den sonnigen Tag hier noch genießen und erst am Montag weiter Richtung Heimat ziehen. 

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Spanien erreicht

Blogeintrag 17.10.2019

Die vergangenen Tage der Reise waren ziemlich intensiv, zu mindest was das Autofahren anging

Daher chronologisch – soweit im Nachhinein nachvollziehbar unsere Stationen:

10.10.2019: über die N88, die ein Stück mautfreie Autobahn ist, bis in die Nähe von Villefrange. Wäsche waschen ging super bei Netto, wo nach 1,5 Stunden alles wieder schrankfertig war. Nach langem Suchen fanden wir einen Platz, den es NICHT in der Park4night App gibt. Es war der Parkplatz des Fußballstadions in Maleville. Deshalb blieben wir dort auch allein und verbrachten eine ruhige Nacht. Die Mistbehälter am anderen Ende des Platzes wurden bis spät in die Nacht und zeitig am Morgen lebhaft von den Dorfbewohnern aufgesucht. 

Ob das eine fadenscheinige Ausrede war, um Big Fredi zu sehen? Wir wissen es nicht. 

11.10.2019

Unsere Navitante hat wieder super Nebenstraßen gefunden und hat uns für 150 km einen ganzen Tag in der Gegend herumgeschickt. Bis Tournon d‘Aganais kamen wir, wo wir einen Stellplatz am Fuße des Ortes fanden.  Und es war wirklich der Fuß. Mindestens 200 m stiefelten wir die Stufen hinauf in eine verschlafene Mittelalterstadt. Kaum eine Menschenseele, keine Bäckerei oder irgendeine Besonderheit fiel uns auf. Dennoch war der Blick von oben in die Weite der Landschaft sehr schön. 

Samstag,  12.10.2019:

Durch das Naturschutzgebiet Cascogne über Straßen, die  nur dünne Linien auf der Landkarte sind, pirschten wir uns an die Atlantikküste. Florian, den wir im Frühling in Portugal kennen gelernt hatten, beteuerte am Wochenende keine Zeit für uns zu haben, weil er seinen Platz am Campingplatz bis spätestens Sonntag 17 Uhr geräumt haben muss. Wir blieben in Vieux-Boucau im Wald nachdem wir uns vom Ort selbst überzeugt hatten und es uns dort gar nicht gefiel. Ein Touristenort im Einwinterungsmodus. Das Wetter wurde unerträglich schwül und wir blieben eine 2. Nacht im Wald. 

Sonntag, 12.10.2019

war sogar mit über 30 Grad extrem heiß. Ich konnte mich zu einem Spaziergang erst am Abend durchringen. Dieser führte mich aber dann wenigstens bis ans Meer, wo sich gerade einige Surfer noch tummelten. Da es schon dämmrig wurde, nahm ich mir keine Zeit mehr bis zum Wasser zu gehen und die Temperatur zu testen. Wir beschlossen Frankreich zu verlassen. Niemand hatte uns in den letzten Wochen auf unser Projekt angesprochen und kein Ort erschien uns geeignet, für Face Europe zu werben. 

Montag, 14.10.2019 früh zogen wir ab mit dem flauen Gefühl im Bauch diese schreckliche Gegend von Biaritz bis zur spanischen Grenze durchfahren zu müssen. Wir kannten die Gegend von unserer letzten Heimfahrt im Frühling. Wilfried schlug sich wacker über die Autobahnen, 1000 Kreisverkehre und Massen von Autos und LKWs.  

Irgendwo südlich von Orio entdeckten wir einen angeblich schönen Stellplatz am Ufer des Flusses Urola in der Park4night App. Weder die gepriesene Ruhe noch der gratis Wasserbrunnen waren vorhanden. Es war ein Parkplatz in der Stadt. Beim Weiterfahren entdeckte ich eine Wohnmobilfirma, die offen hatte. Ich schritt mutig hinein, erkundigte mich, ob es in der Nähe eine Wasserstelle gäbe und bekam gratis Wasser von der Werkstatt. Uns wurde Zarautz empfohlen, um dort zu übernachten. Wieder war es Wilfried zu laut, zu dreckig und zu unsicher. Er fand einen Platz in 7 km Entfernung, der sich als eine Serpentinenstraße von 15 km entpuppte und eine kleine Ausbuchtung am Weg war. Wir nahmen dieses Plätzchen in Beschlag und stellten uns möglichst nicht verkehrsbehindernd in die Wiese. Es regnete und war finster. Unten im Tal lag die Stadt Getaria am Meer, hell beleuchtet und wunderschön. 

Dienstag, 15.10.2019

Am nächsten Morgen sah alles im Sonnenschein nicht mehr so furchterregend für mich aus und wir fuhren die letzten Serpentinen zur Küstenstraße.

Baustellen auf der engen Straße führten immer wieder zu wechselweisen Verkehrsanhaltungen und Ampeln auf der Strecke.

Als die ausgebaute Küstenstraße in eine dünne kurvige „Scenic Road“ überging, bat ich ins Landesinnere zu fahren und wir hetzten Big Fredi durch das Gebirge. Er schnaufte bei bis zu 15% Gefälle und vielen vielen Kurven. Auf dem Urkiolapass gab es dann einen phantastischen Rastplatz mit ganz vielen Picknicktischen und -bänken, mit je einem eigenen Grillplatz. Die Toilette barrierefrei und sogar fließendes Quellwasser. Ein Schild, dass die Unbedenklichkeit der Quelle in Hinsicht auf Hygiene nicht garantiert werden könne, hielt uns davon ab, unsere Trinkwasserreserven aufzufüllen. 

Dafür konnte ich eine schöne Runde durch den Wald wandern. Es hatte geregnet, war aber wieder sonnig und herrlich um sich zu bewegen. 

Mittwoch, 16.10.2019

Von der frischen Waldluft gut erholt setzten wir unsere Reise auf der bald erscheinenden Autovía fort. Das ist eine gratis Autobahn, die uns in diesem Fall bis kurz nach Burgos führte. Ein kleiner Platz abseits der Autobahn diente uns als Schlafplatz. Die Gegend neben der Autobahn sieht so schrecklich öde aus, dass wir beschlossen, von nun an wieder das „Hinterland“ zu erkunden. 

Donnerstag, 17.10.2019

Weit sind wir nicht gekommen, denn nach etwa 15 km war die Straße, wie bereits vorher angekündigt zu Ende und nur eine Schotter- bzw. Matschstraße hätte uns aus dem Schlamassel geführt. Es hieß also wieder umkehren und eine parallele Route nehmen. Schade, die neue, unfertige Straße mit dem feinen schwarzen Asphalt hätte uns gut gefallen. Aber sie war halt noch nicht fertig oder wir einfach zu früh dran. Also alles retour. Zum Glück haben wir es nicht eilig. 

Heute bekamen wir von Paul den Tip, uns unbedingt „Picos de Europa“ anzusehen, den ersten spanischen Nationalpark. Wir haben beschlossen, dort hin zu fahren und uns die „Gipfel von Europa“ anzusehen. Wir wurden gewarnt, es könnte feucht werden. Das haben wir schon gestern bemerkt. Nicht umsonst ist es hier noch sehr schön grün.

Die Wettervorschau behauptet die nächsten 9 Tage wären durchwegs regnerisch. Aus vergangenen Berichten wissen wir, dass es meist viel schöner ist als vorhergesagt. Also für Schlechtwetter sind wir ja auch gerüstet und so lassen wir alles auf uns zukommen. Derzeit sind wir in Herrera. Über eine winzige baufällige Römerbrücke haben wir uns aus dem Hinterland „angeschlichen“. Big Fredi konnte sich gerade noch durchzwängen. 

Ein akzeptabler Stellplatz mit Entsorgungsmöglichkeit liegt am Rande der kleinen Stadt.

Wir fanden sogar einen Supermarkt und konnten so unsere Vorräte wieder auffüllen.

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Big Fredi darf wieder auf einem Pannenfahrzeug aufreiten oder was 750ml ausmachen

Blogeintrag 9.10.2019

Die Fahrt war durchaus abwechslungsreich

Es ging durch Wälder, Weiden, Felder und kleinere oder größere Ortschaften. Die Architektur der Häuser hat sich stark verändert. Es gibt jetzt statt Fachwerkbauten mit Fensterläden nur mehr alte Steinhäuser, die an vergangene Tage erinnern. Dazwischen sehen wir auch moderne Bauten mit tipptopp gepflegten Vorgärten und üppige Gemüsegärten. Wir fahren lange Zeit an der Loire entlang. Die touristische Loire Schlösser Straße beginnt aber erst nördlich von unserer Route.

Es ergibt sich immer ein Platz zum Schlafen direkt am Kanal oder der Loire.

Gestern schliefen wir lang obwohl draußen blauer Himmel – also eigentlich Kaiserwetter war. In Le Puy wollte ich mir gerne das von Pascal empfohlene Restaurant ansehen. Leider ist Dienstag Ruhetag und wir hatten ohnehin erst so spät gefrühstückt. Also Hungergefühle kamen erst gar nicht auf. 

Wir hätten aber wenigsten Big Fredi gut füttern müssen um uns das spätere Schlamassel zu ersparen. 

Big Fredi was „full“ then

Unsere „Navitante“ führte uns wieder einmal in die Einschicht, durch enge Schluchten und Höhenwege, Serpentinen über Serpentinen. Keine Tankstelle die nächsten 30 km. Da Wilfried den teuren französischen Diesel so selten wie notwendig einfüllen will, lässt er die Tankuhr ziemlich ins Minimum fallen.

so weit kamen wir nicht

Und so geschah es dann auch: beim Bergauffahren ein letzter Schnaufer, und aus. 

Nichts geht mehr. Also Reservekanister raus. Rein mit dem Sprit. Entlüften der Leitung. Nichts rührt sich. 

Nach langen Versuchen gibt es nur mehr den ÖAMTC anzurufen und um Hilfe zu bitten. Der Pannenfahrer, ein junger Mechaniker kommt gleich mit dem richtigen Abschleppwagen, stellt sich vor uns hin und versucht, Big Fredi wieder flott zu bekommen. Auch ihm gelingt es nicht. Es ist ein heißer Tag. Eigentlich wollte ich gerne eine kleine Wanderung machen. Jetzt stehe ich in gleißender Sonne, es hat sicher 25 Grad und warte, dass es weitergeht. 

Big Fredi wird das 2. Mal in seinem Leben mit uns huckepack genommen und fährt mit uns nach Langogne. Die Werkstatt, die der Pannenfahrer ausgesucht hat, nimmt uns nicht. Also fahren wir 100 Meter zurück zu seiner eigenen Werkstatt.

Dort wird Big Fredi abgeladen, wir essen gerade – es ist in der Zwischenzeit
17 Uhr vorbei und wir hatten seit dem Frühstück nichts mehr gegessen – als die Fahrertür geöffnet wird. Der Pannenfahrer ist wieder da und öffnete von der Fahrerseite die Motorhaube. Gott sei Dank! Mit Hilfe eines zweiten Mechanikers bekommt er Big Fredi wieder zum Schnurren. Der zweite Mann hat ziemlich geschimpft. Wahrscheinlich wäre das Problem schon am Berg leicht zu lösen gewesen. Jedenfalls sind wir ziemlich erleichtert. Wir verlassen das Industriegelände, um uns einen Schlafplatz ein paar hundert Meter weiter zu suchen. Wieder stehen wir am Fluss. Es war eine ruhige und heiße Nacht nach einem wirklich heißen Tag. Regen hat die Sonne vertrieben. Dichte Wolken sind wieder am Himmel und es scheint für heute bewölkt zu bleiben. Wir werden unsere Reise in Hinkunft bezüglich Tankreserve besser planen und nicht mehr bis zum letzten Tropfen ausfahren. 

Wilfried meinte, es hätten bis zur nächsten Tankstelle nur 750 ml gefehlt. Aber die waren halt nicht im Tank. Sein Bauchgefühl verriet ihm zwar 3 km vor unserer Panne aus dem Reservekanister nachzufüllen, aber er hörte nicht aufs Bauchgefühl. Nachher ist man klüger. Wieder etwas gelernt. 

DAS passiert uns nicht mehr!

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Große Wertschätzung in Saint-Louis

Blogeintrag 6.10.2019

Die zweite Woche vor dem Rathaus war ebenso spannend wie die erste

Der Artikel von Jean-Christoph im L‘Alsace hat noch viel bewirkt. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag waren je 2 Personen noch bei uns zum Porträtieren im Big Fredi. Ab 1. Oktober war plötzlich der Herbst da und es war gar nicht mehr gemütlich draußen zu sitzen. Am Freitag war es nur mehr trüb, regnerisch und unfreundlich. Es wunderte uns gar nicht, dass kaum jemand auf der Straße war. 

Stephane, Leiter der Kulturabteilung von Saint Louis überreicht uns das Stadtbuch

Also verabschiedeten wir uns von der Mannschaft der Kulturabteilung, Sophie, Hans-Jörg (dem Schweizer Journalisten, der uns liebenswerterweise den Artikel übersetzte) und ließen uns am letzten Abend vor unserer Abreise von Pascal mit Pizza verwöhnen. Das anregende Gespräch mit ihm, der am Montag Nachmittag gezeichnet wurde, dauerte bis fast 2 Uhr am Morgen.

Mit Pascal hatten wir einen regen Gedankenaustausch bis in den Morgenstunden

Wir konnten ja lange ausschlafen und zogen erst zu Mittag los. An der schweizerischen Grenze entlang ging es zuerst West- und dann südwärts bis wir in Froidefontaine am Kanal ein ruhiges Plätzchen gefunden hatten. 

Das Kochen geschah schon mit ziemlich hungrigen Mägen und fiel so üppig aus, dass es gleich für 3 Tage reicht. Auch gut, Gemüse und Reis passt immer und man kann es ja noch aufpeppen. 

Die heutige Fahrt war nicht mehr so sehr abseits der Hauptrouten durch die kleinsten Dörfer und es ging gleich viel mehr weiter. Volesvres heißt der Ort, wo wir nun gelandet sind.

Heute hatten wir die meiste Zeit Regen oder dichte Bewölkung. Hoffentlich scheint morgen wieder die Sonne, damit unsere Batterien wieder neuen Saft bekommen.

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Ein warmer und herzlicher Empfang in Saint-Louis

Blogeintrag 2.10.2019

Jean-Christoph hat über uns einem fantastischen Artikel verfasst, der gleich am nächsten Tag im L‘Alsace veröffentlicht wurde.

während des portraitierens schrieb Jean-Christophe den Artikel – Foto: Ville de Saint-Louis – Jean-Marie Juraver
Face Europe nr. 84 Jean-Christophe – Foto: Ville de Saint-Louis – Jean-Marie Juraver

Eine ganze Seite auf der Kulturbeilage mit einem sehr gelungenen Foto. Hans-Jörg Renk von der schweizerischen Zeitung schickte uns dann auch noch die deutsche Übersetzung davon, und wir waren begeistert von dem Artikel. Einige Menschen fanden durch den Artikel den Mut, sich porträtieren zu lassen, andere schauten einfach aus Neugierde vorbei, konnten aber nicht genug deutsch oder englisch, um mitzumachen. Wenn jemand selbst nicht deutsch oder englisch spricht, motivieren wir die Interessenten immer einen „Dolmetscher“ mitzubringen. Auch das ist möglich. Hier im Dreiländereck können viele Menschen mehrere Sprachen, obwohl es nach dem 2. Weltkrieg verboten war deutsch zu sprechen. Viele Menschen, die hier porträtiert wurden, können sich noch gut an diese Zeit erinnern. Trotzdem wird die elsässische Sprache und Kultur hier sehr hoch gehalten, wieder entdeckt und gefördert. Sie ist Teil der Identität dieser Region. Es ist schön für uns, die Energie der Elsässer so hautnah zu erleben. Viele Details dürfen wir erfahren, die teilweise die Einheimischen nicht wissen. Das macht uns stolz und glücklich, hier so gut aufgenommen zu werden und so viele Details zu erfahren. So hat sich zum Beispiel Pascal per e-Mail bei uns gemeldet und portraitieren lassen, der der Landschaftsarchitekt des Rathausplatzes ist.

Face Europe nr. 91 Pascal

Heute war die Vizebürgermeisterin Jocelyn bei uns und wir sind glücklich so hautnah am Geschehen dieser interessanten Stadt zu sein.

Wir haben in eineinhalb Wochen so viel gehört und gesehen, obwohl wir uns nur auf dem Rathausplatz aufhielten und die Nächte auf dem Parkplatz des Casinos schliefen. 

Am Wochenende waren wir dann in Vieux-Ferrette bei Sophie eingeladen, die uns erst ermöglicht hatte, dass wir in Saint-Louis mit Face Europe stehen können.

Face Europe nr. 88 – Sophie

Am Samstag ließ sich Sophie zeichnen und am Sonntag durften wir mit der Familie an einem Wandertag teilnehmen, der uns in Gegenden führte, die selbst für Sophies Familie unbekannt waren. Es wurde Wein und Essen gereicht, auf 8 km Wanderung gab es 6 Labestationen und jedesmal eine Kostprobe Wein. Für 32€ war man dabei. Die Weingläser durften wir uns mitnehmen. Ein Riesenaufwand wurde bei den einzelnen Stationen betrieben. Schöner Schmuck und sichere Ausschanken für jedes Wetter waren geboten. Zum Glück hatten wir keinen Regen oder Sturm, es war sogar sommerlich warm. Wir suchten den Schatten bei den einzelnen Stationen und waren am Abend so voll gegessen, dass wir uns nicht mehr vorstellen konnten, jemals wieder etwas essen zu können. 

Komischerweise ging dann nächsten Morgen wieder ein Frühstück zu essen. 

Beide Wochen hier in Saint-Louis sind sehr erfolgreich für Face Europe. Mit so vielen „Gesichtern“ und Kontakten hatten wir gar nicht gerechnet. 

Der Besuch bei André am Montag, den ich beim Spaziergang getroffen hatte, war sehr anregend.

Face Europe no. 89 – André
Face Europe no. 89 – André
Gasbetriebener Stapler-Hier dürfen die Maschinen nicht mit Diesel oder Benzin betrieben werden

Er ist innovativer und fleißiger Landwirt, Kartoffel-, Zwiebel-, Soja-, Weizen- und Maisbauer, der im ersten Beruf Tischler und Zimmermann war. Vom Nebenerwerbs- hat er sich zum Haupterwerbsbauern entwickelt und liebt es nach wie vor weiter zu lernen. 

Wir wurden zum Abendessen im Familienkreis eingeladen, was uns ganz besonders freute. Es ist immer ganz speziell für uns, so nahe bei den Menschen zu sein. Was gibt es Schöneres, als gemeinsam zu essen. Das verbindet! Danke für den schönen Abend und die fruchtbaren Begegnungen. 

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Elsaß wir kommen!

Blogeintrag 24.9.2019

Nach 2 weiteren Etappen durch das hügelige Weinland westlich des Schwarzwaldes sind wir nun gestern in Saint Louis angekommen

Sophie, die uns schon vor einigen Wochen in den Elsaß einlud, hat mit der Kulturabteilung vereinbart, dass wir vor dem Rathaus mit Face Europe stehen dürfen. 

Das hat dann auch gleich sehr unkompliziert funktioniert. 

erste Übernachten von FACE EUROPE in Frankreich – Am Rhein in Saint Louis

Letzte Nacht teilten wir uns den Stellplatz am Rhein in Village-Neuf mit ein paar Romas. Sie verhielten sich aber still. Ohne musikalische Beilagen. 

Grillten in Ruhe und hinterließen ihren Mist gesammelt. 

Gleich in den Morgenstunden vor dem Rathaus am ersten Tag machten wir Bekanntschaft mit dem Schweizer Redakteur der Elsass-Gazette.

Face Europe in front of the City Hall from Saint Louis

Er versprach seinen Kollegen zu informieren, der Redakteur der hiesischen elsässischen Zeitung L‘Alsace ist. Eine Stunde später waren beide wieder hier und Jean-Christophe machte sich mit uns gleich für Donnerstag einen Termin für eine Face Europe Sitzung aus. Er wird uns dabei interviewen und den Artikel während des Interviews in seinen Computer tippen. Besser geht es gar nicht!

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