Freies Reisen am Peloponnes 

Blogeintrag 18. März 2022

Der Schock nach dem Einbruch in unseren Big Fredi saß uns noch in den Knochen. 

Wir suchten uns einen Platz am Meer, der sicher schien aber noch nicht weit genug weg von Patras war, sodass wir eine wirklich entspannte Nacht genießen konnten.

Am nächsten Morgen betrachtet, war der Platz ohnehin OK gewesen. Wenn man im Finsteren an einem Schlafplatz ankommt, ist es manchmal schwierig einzuschätzen, wie sicher man dort ist. Ich konnte mich bei einem Spaziergang bei Tageslicht von der Harmlosigkeit der Umgebung überzeugen und danach schritt Wilfried los, um auch ein paar Schritte zu tun.

Der Reisetag war lang und anstrengend, dafür wurde die Landschaft immer abwechslungsreicher und unberührte Berglandschaft führte uns schließlich auf die Halbinsel Methana. Heftiger und eisiger Wind peitschte uns ins Gesicht in Methana,

dem gleichnamigen Ort mit verfallendem und geschlossenen Kurhaus.

Der Sturm hat sich gelegt und der nächste Tag war wieder sonnig

Der starke Schwefelgeruch war schon von Weitem zu riechen. Am Ende der Stadt fanden wir einen vom Wind super geschützten Platz direkt am Strand. Eine etwa 500 Meter weiter vom Ort entfernte Bucht an einer geschlossenen Nachtbar hätte schon fast zum Schwimmen eingeladen. Aber der Wind war immer noch eisig. So blieb es bei einigen Schnupperausflügen, denn unser eigentliches Ziel auf Methana war ja das Bad des Pausanias. Ein gefliestes Badebecken für maximal 2 Personen, befüllbar auf Knopfdruck mit körperwarmem Thermalwasser. Gratis natürlich und frei zugänglich. Alle hatten uns davon vorgeschwärmt. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Poseidon lebt

Die Sonne wärmte jetzt schon ein wenig, und wir blieben wieder 2 Nächte. 

Gut genährte Katzen wollten gefüttert werden. Erst nach einigen gefüllten Milchschälchen legten sie sich gemütlich neben dem Auto zum Verdauungsschlaf.

Wir aber wollten weiter ziehen. Nafplio gefiel Wilfried plötzlich gar nicht mehr. Er wollte nur mehr weg in den Süden. In Kiveri sollte unser nächster Aufenthalt sein. Dort sollten wir Grüße von Martin ausrichten. Martin, ein Deutsch-Grieche mit internationalen Aufenthalten und Vernetzungen, den wir in Spanien kennengelernt und porträtiert hatten, bat uns seinen Kindheitsfreunden Wünsche zu bestellen.

Zwar gelang uns das nicht, weil außerhalb der Saison noch alles leer ist, aber immerhin lernten wir Katerina kennen, die uns versprach die Wünsche weiter zu leiten. Sie kenne die Familie und sogar Martin und würde sich sehr freuen, wenn wir wieder kommen. Schnell waren die Telefonnummern und Social contacts ausgetauscht. Da mussten schon einmal ein paar Einheimische in ihren Autos warten, bis wir fertig waren. „Ach, wir sind in einem Dorf“, erklärte Katerina uns, „da hat man Zeit!“

Diese langsame Gangart kommt uns sehr zu Gute. Auch wir sind zeitlos unterwegs. Nur ich bin immer noch lästig mit meiner Fragerei, wie unser Reiseplan denn nun weiter gehen soll. Wenn wir das Tempo beibehalten, sind wir im Sommer immer noch hier. Ob das so schlimm wäre? Nun ja, wir wollen vom Sommer gar nicht reden. Wir hätten eigentlich einmal auf einen schönen Frühling oder Frühsommer gehofft. Stattdessen wird es schon wieder kälter. 

Jetzt sind wir bei Rudolf gelandet. Ein Freund einer Freundin meiner Schwester. Schon voriges Jahr wollten wir ihn besuchen, aber Corona hielt uns ja damals von Griechenland fern. 

Mit einem kurzen Stopp wird auch hier nichts. Zu viel gibt es zu entdecken und durch Rudolf können wir noch mehr von der griechischen Seele erfahren.

Die Kletterwand – seit Jahren beliebt bei ausländischen Touristen
Einkauf in Leonidi
viele kleine Gssen laden prägen auch hier das Stadtbild

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