Eine spannende Heimfahrt beginnt

Blogeintrag 26.3.2020

Ulrich hatte noch die letzten Tage neben uns gestanden und ich konnte ein paar schöne Spaziergänge mit ihm unternehmen.

Am Tag unserer Abreise tankten wir nacheinander Frischwasser in Vila do Bispo auf und nach dem Lidl Einkauf hieß es dann Abschied nehmen. So ganz ohne Umarmung war das schon ein bisschen komisch. Auch Simon lief uns noch über den Weg.

Wir nahmen noch einen 8 km langen Weg nach Sagres auf uns, um den Toiletteninhalt zu entsorgen, den Luftdruck in den Reifen zu prüfen, Diesel zu tanken und eine Gasflasche zu tauschen. Dann snackten wir am Picknickplatz bei Vila do Bispo unsere Blätterteigtaschen von Lidl. 

Weiter ging es nach Carrapateira, wo wir auch noch Klaus und unseren lieben Sizilianischen Freunden Lebewohl sagen wollten. Es stiegen zuerst Wilfried und dann mir die Tränen in die Augen, als es hieß von diesem Traum Abschied zu nehmen. Es waren so wunderschöne Monate und besonders in diesem Dreieck: Carrapateira, Sagres, Lagos haben wir so viele Freunde gefunden und eine so intensive Zeit miteinander verbracht. Danke allen unseren Freunden, die unseren Aufenthalt hier so speziell gemacht haben. 

Die ersten Kilometer unserer Fahrt konnten wir mühelos ohne Navigation finden. 

Der Brunnen mit dem köstlichen Wasser der Santa Suzanna Quelle spendete uns noch genug Wasser für die Heimfahrt. 

Da war es schon fast 16 Uhr. 

In Odemira schalteten wir das Navi ein und es geleitete uns auf menschenleeren und angenehmen Straßen Richtung Beja. Mit nur einem kleinen Abstecher erreichten wir den Barragem do Roxo, wo wir eine sehr ruhige Nacht verbrachten.

Heute früh ging es über Portel, Reguengos, Vila Vicosa und Elvas an die spanische Grenze. 

Die Formalitäten an der Grenze waren unspektakulär, wenn man von der Anzahl der Polizisten und deren Aussehen einmal absieht: Mundschutz, Gummihandschuhe und ein Maschinengewehr. Wir waren die einzigen an der Grenze. Ein halbwegs gut, zumindest bemüht englisch sprechender Polizist, dem dauernd der Mundschutz verrutschte, fragte nach unserer Nationalität und ob wir nach Hause fahren wollen. Er händigte uns ein Zettelchen aus, auf dem Datum und Uhrzeit unserer Einreise nach Spanien vermerkt sind. Die Kennzeichennummer hat er bei sich eingetragen, auf unserem Zettel steht sie nicht. 

Von Badajoz an ging es dann ganz schnell nach Caceres und von dort auf die Autobahn. 

Erst da sahen wir den ersten dicken LKW.

Die Landschaft wechselte von lieblich und abwechslungsreich mit dem ersten Grün der Weinstöcke und bereits abgeernteten Getreidefeldern, Weiden, Wäldern und Feldern bis zu Steinwüsten und riesigen Steinbergen. 

Auf der Autobahn ist man zwar um einiges schneller, aber die Eintönigkeit lässt einen auch schnell ermüden. Bei mir würde das ja weniger ausmachen, aber Wilfried muss seine Augen schon offen halten können. 

Knapp vor Salamanca, so etwa 30 Autobahnkilometer davor entdeckte ich einen Stausee, der für eine Übernachtung ideal ist. Nur 7 km Abstecher und ein wahres Naturparadies auf der einen Seite von schneebedeckten Bergen gesäumt, auf der anderen Seite Hügeln mit dahingestreuten Dörfern liegt inmitten der Embalse de Santa Teresa. Auf einer der Landzungen steht jetzt unser Big Fredi, die Reifen schon ganz nah am Wasser und bietet uns die fahrende Quarantäne.

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