Frauenpower der Algarve

Blogeintrag 29.1.2020

Alle 5 Frauen, die wir in den letzten Tagen porträtiert haben, sind geballte Powerfrauen

Rosario und Monica sind gute Freundinnen und machen beide Reiki. Monica hat sich ein Grundstück gekauft, das sie mittels Permakultur urbar machen will. Es ist ein Stück heile Erde und ohne Strom, Wasser oder sonst welche Zivilisationszeichen wie ein weißer Fleck. Unverdorben und neu beschriftbar. 

Monica hat uns gleich ihre Mutter vermittelt, die vor Lebensenergie nur so sprüht.

Paulinho und Lisbeth beim Verabschieden

Dazwischen kam aber noch Carla, die Wanderführerin dran, um uns von ihren Erfahrungen mit der Natur und den Menschen zu erzählen. 

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Face Furope no 109-Ana Carla-work in progress after 80 min
Face Furope no 109-Ana Carla-work in progress after 115 min

Carla hat eine kleine Ein-Frau Firma als Wanderführerin und lebt mit ihrem 14 jährigen Sohn Miguel an der Praya do Beliche. Das ist einer der beiden großen Surfstränden von Sagres. Es gibt dort 2 (derzeit geschlossene) Restaurants und eine Stand up Paddling-,  Surf- und Tauchschule. Eines der Restaurants gehört Carlas Mutter.

Essen mit Carla und Miguel

Wir wurden anschließend an das Face Europe Porträt von Carla von ihrer Mama zu einer köstlichen Bohnensuppe und einem Abendessen eingeladen.

Rezept der Bohnensuppe

Das Rezept der Suppe habe ich heute bekommen so wie auch eine Menge Bohnen. Sie sind der Grundstock für die Suppe aber auch als Samen für Stangenbohnen zur Anzucht in Österreich. 

Carla zeigte uns am nächsten Morgen ihren riesigen Garten mit den verschiedensten Nischen für ihre vielfältigen Pflanzen.

Ana Carla zeigt uns ihre hängenden Tomaten

Es war schon Mittag, als wir uns von ihrem prachtvollen Garten losreißen konnten und nach Lagos zu Paulinha (Monicas Mama) fuhren. Sie lud uns in ihr Haus ein, wo wir es uns auf engstem Raum gemütlich machten. Immer ist es uns eine ganz besondere Ehre, wenn wir privat zu jemandem kommen dürfen. Das ist keine Selbstverständlichkeit und wir sind dafür auch ganz besonders dankbar.

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Face Europe nr. 110 Paulinha

Dann ging es nach 2 Nächten in Lagos und einem schönen Spaziergang am Tag dazwischen zurück nach Sagres an den Strand von Beliche. 

Face Europe nr. 111 – Helena Maria Martins
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Face Europe nr. 111 – Helena Maria Martins
Face Europe nr. 111-Helena-work in progress-nach 130 min
Face Europe nr. 111-Helena-work in progress-nach 130 min

Helena, Die Freundin, die auch die Nachbarin von Carla ist, wurde gestern in ihrem Haus porträtiert und wir durften auch hier vor dem Restaurant am Privatparkplatz von Carlas Mama übernachten. Es ist ein gutes Gefühl, hier von der GNR ((Nationalpolizei) nicht verjagt werden zu können, weil es sich um ein Privatgrundstück handelt und wir die Erlaubnis haben mit Meerblick hier zu nächtigen.

Untertags wagte ich mich auf den Surfstrand hinunter, unzählige Betonstufen, teilweise rutschig und mit Sand bedeckt, geht es hinunter auf den Sandstrand, gesäumt von steilen Klippen und Höhlen. Hier zeigt die Natur ihre Gewalt an den Felsformationen und den stetig hereinrollenden Wellen. Die Musik des Meeresrauschens ist es auch, die uns Tag und Nacht begleitet. 

Morgen machen wir uns wieder auf den Weg. 

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Face Europe geht wieder weiter

Blogeintrag 25.1.2020

Nach einer längeren Pause und meinem Kurztrip nach Österreich sind wir nun wieder auf Spur

Am Tag nach meiner Ankunft in Lagos feierten wir den Abschied von unserem lieben Freund Nic, dem wir in Polen im Sommer begegnet sind. Er machte sich am nächsten Tag zu einer 5 wöchigen Reise nach Thailand, Vietnam und Kambodscha auf und verabschiedete sich mit einem Face Europe Porträt. 

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Nic signiert auf Big Fredi

Der Gang in das Kulturzentrum von Vila do Bispo hat sich gelohnt und zieht Kreise. 

Nach Rosario’s Porträt am Dienstag konnte auch ihre Freundin Monica uns das Vergnügen bereiten.

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Face Europe no. 107 – Rosario
face europe no 108-work in progress-monica after 105 min

Spannende Eindrücke und Zukunftsperspektiven wie Permakultur und Reisen ließen die Zeit viel zu kurz erscheinen. Wir lernen immer wieder Menschen kennen, deren Neugierde, etwas Neues zu lernen und deren Lebensfreude ansteckend ist. 

Heute lernen wir noch Carla kennen. 

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Die Algarve zieht uns in ihren Bann

Blogeintrag 17.1.2020 

Die Gegend um Vila do Bispo und Lagos lässt uns nicht mehr los

Seit vielen Wochen sind wir nun schon in der Gegend um Vila do Bispo. 

Von Weihnachten bis 4. Jänner hatten wir Besuch von unserem Amstettener Freund Paul, der aus seinem Winterdonizil aus Spanien zu uns kam.

Paul kommt zu besuch

Es waren abwechslungsreiche Tage mit vielen Ausflügen in bekannte und unbekannte Gegenden. Im Norden kamen wir wieder bis Odeceixe, meinem Lieblingsstrand und im Landesinneren bis Monchique.

28.dezember am strand von ajezur

Die Bergregion rund um den Ort Monchique ist wunderschön. Leider vor zwei Jahren bei einem großen Brand sind große Flächen zerstört worden. Es wurde zwar aufgeforstet aber stellenweise sind verkohlte Landstriche noch zu sehen. Paul führte uns in ein Buddhistisches Retreat Center, das auch dem Brand zum Opfer gefallen war, aber liebevoll wieder aufgebaut wurde.

2 Wanderer – Janek und Max – waren zum essen eingeladen

 

Nachdem Paul wieder zurück nach Alicante gefahren war blieben mir noch ein paar Tage in Portugal. Am 8. Jänner trat ich meinen Kurzurlaub nach Österreich an, um bei der Taufe meiner Enkelin dabei sein zu können.

am Banhof in Lagos – in Winterkleidung
am Banhof in Lagos – auf den Weg nach Österreich

Eingepackt in Winterkleidung verließ ich Lagos und kam nach 5 Tagen zur Mandelblüte „heim“ in den portugiesischen Frühling. Alles grünt und wuchert, es ist wunderschön.

Mandelbaum
Mandelblüte

Die Sonne hat jeden Tag mehr Kraft und die letzten Nächte waren immer ohne Heizung und offenem Fenster gut auszuhalten. Langsam mehren sich die Wohnmobile. Wohin man schaut, kurven sie herum und stehen zu Hauf an den Stränden, diversen legalen und illegalen Parkplätzen, Einkaufszentren und es scheint als wäre jedes zweite Kraftfahrzeug ein Wohnmobil. Von sündteuren Karossen bis zur Rostlaube ist alles vorhanden. 

Gestern spazierten wir zu den Höhlen von Lagos und belohnten uns danach mit einer köstlichen Pizza.

Heute marschierten wir in das Kulturzentrum von Vila do Bispo und konnten uns für Montag mit Rosário einen Face Europe Termin ausmachen. 

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Oh wie schön ist Portugal 

Blogeintrag 5.12.2019

Lagos zu Fuß war jetzt nicht so atemberaubend,

die Altstadt touristisch erschlossen so wie halt überall. Ich gönnte mir ein Eis. Und das im Dezember, weil es so heiß ist. In der Stadt wechselten Regen mit Sonnenschein im Minutentakt. Und in einer dieser Regenpausen vergönnte ich mir dann ein Eis. Pedro kontaktierte uns und wir vereinbarten für Sonntag einen Termin um Isa zu porträtieren. Sie ist die 9. Person nun aus Portugal und ihre Ausführungen waren sehr persönlich. Das Zusammenleben in einem Wohnmobil mit 2 Kindern ist sicher um ein Vielfaches schwieriger als nur für uns 2 Personen. Und wir hatten doch lange üben können bevor wir unsere große Reise antraten. Wir bewundern Isa und Pedro, wie sie das in ihrem Wohnmobil schaffen.

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Face Europe no. 105 – work in progress-isa-after 120 min

Nach der Face Europe Sitzung hatten wir mit Leroy, Kady und Nicholas vereinbart uns an einem Picknickplatz nördlich von Vila do Bispo zu treffen, um dort gemeinsam zu kochen und zu essen.

Leroy, Kady und Nicholas
Leroy, Kady und Nicholas

Den nächsten Tag verbrachten wir gemeinsam an diesem feinen Platz, die einzige Bewegung, die ich schaffte, war ein 5 km länger Spaziergang. Hin und wieder braucht man – besonders wenn man quasi die ganze Zeit zusammen ist – einfach einmal eine Auszeit. Das tut gut und gibt jedem die Chance ein wenig mit sich zu sein. 

Seit gestern sind wir nun mit 3 anderen Autos und deren Fahrern zusammen: Markus, Werner (alias Simon) und Christian. Alle drei sind Oberösterreicher und wir verstehen uns recht gut. Ihren tollen Platz, den sie entdeckt haben, haben sie uns nicht nur preisgegeben, sondern heute Nachmittag sind wir alle hier her gefahren um den Abend am Lagerfeuer zu verbringen. 

Der Platz ist nicht in Park4night aber trotzdem auch schon von dem Schweizer Christoph entdeckt worden, der sich schon einige Zeit in seinem Zelt hier aufhält. 

Der Platz sollte für die nächsten Tage ideal sein, denn er befindet sich total in der Sonne und ist dennoch von der Straße uneingesehen hinter einem kleinen Waldstück. Und die nächsten Tage sind nur Sonne angesagt. Das wird unsere Batterie besonders freuen. 

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Sagres, Lagos und die Strände dazwischen

Blogeintrag 1. 12.  2019

Wir blieben noch eine Nacht am Fort stehen

Allein und unbehelligt wie alle anderen Nächte dort. Am nächsten Morgen war es sogar noch wärmer und ich spazierte zu Fuß zum Strand von Beniche während Wilfried unseren Big Fredi auf „Moving Fredi“ umbaute. Was alles dazugehört? Nun, Geschirr waschen, putzen, Wasser abdrehen, Fenster schließen und „Quick and Dirty“ montieren. Was das ist? Eine Stange, die die Rolladen am Aufgehen hindert. Und weil wir die provisorische Lösung noch rasch montierten, nachdem wir eigentlich aus Nußdorf schon weggefahren waren aber rasch wieder zurückkehrten, hat Wilfried diese Lösung „Quick and Dirty“ getauft. Sie muss immer installiert sein, sonst purzeln die Laden während der Fahrt aus ihren Verankerungen. Jede Kurve: auf – zu. Und das ist nervig.

Quick and Dirty

Wir trafen uns also nach Wilfrieds Arbeit etwa 2 km weiter am Strand von Beliche, wo sich schon zig Surver um die Wellen balgten. Der Surfsport wäre nichts für uns, wo wir vom Schifahren lange Schwünge und scheinbar nie enden wollende Pisten gewohnt sind. So eine Welle trägt die Surfer höchstens ein paar Sekunden. Dann gehen sie schon wieder baden. Und sicher ist es mega anstrengend. Es vom Ufer aus zu beobachten kostet kein Gram. 

Wir trafen uns am Mittwoch zum Fisch mit Nicholas, zu dem er uns schon in Polen eingeladen hatte. Die Freude des Wiedersehens war groß und der Fisch ausgezeichnet. Wir entschieden uns alle für Goldbrasse und waren gut damit bedient. Nicholas führte uns anschließend an den Strand von Ingrina und stellte uns dort seinen „Kindern“ vor. Ein Pärchen und ein junger Mann aus den Niederlanden. Das Pärchen – Leroy und Kady sind mit einem T2 VW Bus aus dem Jahr 1968 unterwegs, Kerry ist dazugestoßen und schläft im Zelt.

the Bus is from 1968

Wir trafen uns an einem wunderschönen und weitläufigen ruhigen wilden Stellplatz mit ihnen und verbrachten 2 Abende gemeinsam. Leroy und Kady haben einen Job in einer Tauchschule in Sagres bekommen. Für Nicholas waren sie Reisegefährten nachdem sie den Sommer im selben Campingplatz in Italien gearbeitet hatten. Wir verbrachten einige schöne Tage und ruhige Nächte an diesem wunderschönen Platz. 

Vorgestern, am 29.11.2019 geschah dann das, was auf Park4night schon oftmals beschrieben war. Die Polizei klopfte bei uns um 9 Uhr abends heftig an die Tür, verlangte unsere Personalien und machte uns in einem perfekten Englisch klar, dass wir hier nicht die Nacht verbringen dürfen. Es hatte uns den ganzen Tag schon sehr verwundert, dass immer mehr Autos verschwanden und wir mit nur mehr wenigen den weitläufigen Platz teilten. Irgendwie hatten wir beide uns das „Bauchgefühl“ nicht mitgeteilt.  Es blieb uns nichts Anderes übrig, als zusammenzupacken und die paar Kilometer zurück nach Vila do Bispo zu fahren und uns auf einen großen Parkplatz, der ohne jeden Charme ist, zu stellen. 

Das hatte wenigstens die Lidl Nähe zum Vorteil, sodass es am Morgen frische Brötchen zum Frühstück gab. 

Jetzt haben wir einen Klappsessel von Nicholas bei uns im Auto, den wir ihm wieder geben wollen. Also treffen wir ihn höchstwahrscheinlich morgen in Lagos wieder. Er ist in der Zwischenzeit seinem Bridgefieber verfallen. 

Eine kurze Störungsfront mit Regengüssen macht ein Wandern eher ungemütlich. Aber wir sollten raus und uns zu Fuß Lagos ansehen. 

Dann kann man wenigstens behaupten dort gewesen zu sein und es nicht nur umrundet zu haben. 

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Cabo de São Vicente oder das Ende der Welt

 Blogeintrag 27.11.2019

Gestern haben wir überraschend noch einmal  Besuch von Luise und Jonas bekommen

Louise und Jonas

und die Gelegenheit für einen gemeinsamen Spaziergang zum Leuchtturm nach Cabo de São Vicente genutzt.

Leuchtturm bei Sagres

Es war nur mehr etwa einen Kilometer bis zur sogenannten „Last sausage before America“ und dem großen, schönen Leuchtturm, der schön renoviert und eingebettet in Tourismusbuden dasteht wie eine Festung in der rundum tosenden Brandung.

der Leuchturm am Südlichsten Punkt Europas

Furchterregend muss es dort sein, wenn ein wirklicher Sturm tost. Gestern offerierte sich die Klippe rundum mit blauem Himmel, guter Sicht und recht harmlos.

unser Platz beim alten Fort

Für das gemeinsame Mittagessen wärmte Luise ihre Spaghetti auf und ich unseren Gemüsereis und wir aßen jeder von überall. So ein Gemeinschaftsessen ist etwas ganz Feines. Es schmeckt noch besser, tut gut und wärmt die Seele. Besonders mit so positiven und liebenswürdigen jungen Menschen wie den Beiden. 

Sie reisen nun nach Lagos weiter und dann Richtung Spanien, von wo aus sie nach Afrika übersetzen wollen. 

unsere freunde in kaliningrad

Wir hatten gestern Abend dann noch eine  Videokonferenz mit unseren russischen Freunden und konnten auch Mariana, deren 3 Monate altes Baby life erleben. Die Familie wachsen zu sehen ist ein besonderes Privileg für uns, zumal mir das mit meiner eigenen Familie so sehr versagt bleibt, was mich immer wieder traurig macht. 

Meine Enkelin Leah ist heute 4 Monate alt. 

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Vom Westen in den Süden

Blogeintrag 25.11.2019

In Odeceixe hat es uns besonders gut gefallen

Wir blieben vom 19. bis 24.11.2019 dort und haben alle möglichen Wetterkapriolen erlebt: Hitze, Regen, Sturm und auch ganz entspanntes Schönwetter. Einmal mitten in der Nacht rüttelte der böenartige Wind so sehr an der Seite von Big Fredi, dass ihn Wilfried kurzerhand um 90 Grad drehte und die Angriffsfläche auf die Rückseite verschob. Wären wir davon nicht so hellwach geworden, hätten wir den Rest der Nacht gut geschlafen. Wir warteten stattdessen auf den Schlaf bis zum Morgen, der sich aber nicht mehr so richtig einstellen wollte. Ansonsten wird der Stellplatz am Ufer des Flusses Seixe zu meinem Lieblingsplatz erkoren. Mit Wasser und Lebensmitteln ausgestattet kann man es hier eine Weile aushalten. 

Wir verbrachten viel Zeit mit Luise und Jonas. Sie reisten nach ein paar Tage weiter und wollen uns eventuell hier wieder treffen.

jonas und louise in odeceixe

Ein schöner Spaziergang auf die Klippe fand bei -fast – ungetrübtem Wetter vorgestern doch noch statt. Zuerst war es uns zu heiß gewesen, dann zu regnerisch und erst am letzten Tag machten wir uns auf den Weg. Nur einmal suchten wir vor ein paar Regentropfen den Schutz von ein paar Bäumen auf. Dieser Weg ist der Küstenwanderweg, der sehr schön aber anstrengend sein muss. Man geht sehr viel auf Sand und es geht bergauf und bergab. 

Gestern (24.11., also ein Monat vor Weihnachten) verließen wir unseren Stellplatz und setzten über einen Lidl-Zwischenstopp in Vila do Bispo und Intermarche Zwischenstopp  in Sagres von der West- zur Südküste von Portugal über. Sagres war Wilfried gleich einmal ein Greuel mit seinem touristischen Flair. Wir kamen gar nicht in das Innere der Stadt sondern bogen gleich in Richtung Westen zur Küste an den letzten „Zipfel“ von Portugal ab. Ein altes Fort beziehungsweise ein Überrest davon bot uns Schutz für die Nacht. Die Lichter von Sagres auf der einen Seite und der Leuchtturm auf der anderen Seite waren die einzigen Lichtquellen.

altes Fort in Sagres

Ansonsten war es stockfinster als noch ein Womi später ankam. Das Meer ist hier viel weniger stürmisch und die Wellen gar nicht hoch. Vielleicht ein Zufall oder eher doch die Himmelsrichtung, wenn der Westwind nicht so ankann?

Wir werden das ab jetzt verfolgen können. 

Mittlerweile sind wir am Mittwoch (also übermorgen) zum Mittagessen von Nikolas eingeladen, dem Wilfried in Polen vor einigen Monaten den Tisch repariert hat. Er ist Engländer mit polnischem Vater und passionierter Bridge-Spieler. Er kennt die Gegend hier gut und kann uns sicher ein paar Tips geben. Nicht dass wir jetzt das Bridgespiel für uns entdecken werden, aber den einen oder anderen interessanten Hinweis wird er schon haben, da er schon jahrelang den Winter hier verbringt. 

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Atlantik im Winter

Blogeintrag 20.11.2019

Wir sind bis gestern am Strand von Porto Covo gestanden, sowohl Luise als auch Jonas aus Deutschland wurden porträtiert

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Face Europe no. 104 – work in progress-jonas-after 120 min – finished

Das Wetter war wesentlich besser als prognostiziert, somit ist immer Platz für positive Überraschungen. Der Regen tobt sich in der Nacht aus und die Tage sind sonnendurchflutet mit mehr oder weniger Wind.

Gestern haben wir dann anderen Reisenden unseren Stellplatz frei gemacht und sind an den einsamen Strand von Odeceixe (unaussprechlicher Name, wunderbare Umgebung) weitergereist. 65 km, ein kurzer Zwischenstopp zur Ver- und Entsorgung in Odemira. Jetzt im Winter ist es unbeschreiblich schön und ruhig hier. Wir wollen gar nicht so viel Phantasie aufbringen und uns die Strände im Sommer vorstellen. Es muss fürchterlich sein. Jetzt, um diese Zeit sind wir noch nie von der Polizei verjagt worden. Zur Hauptsaison im Juli und August könnte man nicht so entspannt reisen. 

jonas und louise in odeceixe

Gerade eben habe ich Wilfried gefragt, ob er auch schon neugierig ist darauf, wo wir den Winter verbringen werden und ob wir auch wieder an einem Platz 2 Monate bleiben werden wie letztes Jahr in Valencia. Eine Zeit lang bleiben wir sicher noch in Portugal. Es ist ein sicheres und wunderschönes Land. 

Pedro und Isa sind mittlerweile in Lagos angekommen. Das ist nur mehr 40 km entfernt und liegt schon an der Südküste, aber immer noch am Atlantik. Erst in Algeciras geht der Atlantik in der Meerenge von Gibraltar in das Mittelmeer über. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg und viele Buchten wollen ausgekundschaftet werden. 

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Wir haben scheinbar die Regengrenze überschritten und sehen die Sonne wieder strahlen

Blogeintrag 12.11.2019

Ricardo und seine Frau Bruna hatten diesmal keine Terminprobleme und es war ein Treffen mit Freunden

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Sehr entspannt lauschten wird Ricardos Ausführungen über sein Leben und Portugal. Sein Englisch ist wunderbar und von hohem Niveau. Er ist einer von den Menschen, denen es enorm viel Spaß macht zu lernen. Er hat seinen Arbeitgeber gewechselt und ist sehr zufrieden mit den Aufstiegschancen, die er damit bekommen hat. Das Wetter war regnerisch, kalt und windig. Martin, ihr 5 jähriger Sohn hatte den Nachmittag bei seinem 18 jährigen Bruder verbracht und wurde von Bruna später geholt. Nach einer anfänglichen Zeit der Schüchternheit taute er rasch auf und hatte mit Wilfried noch riesigen Spaß. Wir luden alle noch zu „Äpfeln im Schlafrock“ ein und der Abend endete viel zu früh, weil Martin ins Bett gehörte.

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Face Europe no. 101 – work in progress-ricardo after 120 min

Unsere Absicht, am nächsten Morgen (Montag, der 11.11.2019) Obidos und Bombarral zu besuchen wurde uns durch dichten Nebel und Nieselregen verleidet und wir beschlossen, gleich eine direkte Route in den Süden zu nehmen. Der große Bogen um Lissabon herum führte uns auf eine Route, die wir in entgegengesetzter Richtung vom Februar schon kannten. 

Eine CEPSA Tankstelle hatte eine Gasflasche zum Tausch und wir waren überglücklich, dass wir unsere spanische gegen eine portugiesische Flasche ohne Probleme tauschen konnten. Wir wussten vor einem Jahr noch nicht, dass CEPSA in Spanien und Portugal dieselben Flaschen benutzen. Da hatten wir großes Glück, diese Firma für die Gasversorgung gewählt zu haben. 

Ein Intermarche hatte in Alcacér do Sal günstigen Diesel und Wasserver- und Entsorgung gratis. Ein paar Meter weiter war ein kleiner Parkplatz für das Fußballstadion und an der Ecke ein Campingplatz. Da am Nachmittag bereits wieder die Sonne schien, war die Batterie genug geladen und wir konnten auf den Campingplatz verzichten. Ein Einkauf beim gegenüberliegenden Lidl war weit erfolgreicher als bei Intermarche. Die Qualität und das Preis-Leistungsverhältnis bei Lidl in Portugal gefällt uns weit besser als Intermarche. Dafür bietet Intermarche alle Annehmlichkeiten für Camper gratis an. 

Und weil es so komfortabel ist, haben wir uns für heute gleich wieder einen Intermarche Stellplatz in Santo André ausgesucht. Nicht ohne uns vorher noch das Städtchen Alcacér do Sal zu Fuß zu erobern. Bei Sonnenschein schlenderten wir durch die Gassen mit den berühmten weißgetünchten Häusern bis zum Fluss Rio Sado, den wir über eine Fußgängerbrücke überquerten. Eine zweite Brücke führte uns zurück in die Altstadt und durch die engen Gassen, die meist nur den Fußgängern vorbehalten sind ging es – an der leider geschlossenen Kirche vorbei – wieder zurück zu Big Fredi und der Bärenfamilie. 

Wir beschlossen nur eine kurze Strecke von ca. 60 km weiter zu fahren und uns einen der Orte, die Pedro uns vorgeschlagen hatte, näher anzusehen. So sind wir jetzt in Santo André gelandet, stehen mit 2 anderen Wohnmobilen am Intermarche Parkplatz und keiner ist bis zum Einbruch der Dunkelheit aus seinem Gefährt herausgekrochen. Ich war fleißig beim Wäsche waschen und dazwischen auch im Gelände ein bisschen unterwegs. 

Morgen wollen wir uns den Strand anschauen. Bleibt dran und schaut, ob uns die Sonne weiterhin hold ist oder nur der Vollmond kugelrund beim Fenster hereinschaut. 

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Wo ist nur die Sonne?

Blogeintrag 9. 11. 2019

Wir nutzten die herrlichen Annehmlichkeiten mit Strom und Ver- und Entsorgung samt WLAN  in Póvoa de Lanhoso bis Dienstag Mittag

Für die Fahrt durch das Dourotal wäre Sonnenschein gleich noch einmal so schön gewesen. 

Bis Mesão Frio in nur etwa 80 km Entfernung sind wir noch gekommen. Die Straßen waren so steil, dass die Bremsen heiß wurden und wir 3 km vor dem Wunschziel eine Pause einlegen mussten, damit die Reifen nicht zu brennen beginnen. Ein einsamer Platz direkt am Douro entschädigte uns für die anstrengende Tour. Kilometermäßig nur 80 km aber eine Tagesetappe Bergtouren. Enge Kurven und steile Auf-und Abstiege, wenngleich auch durch schöne Landstriche sollten aber nur die Übungsfahrt für den nächsten Tag werden. 

Das Dourotal, Wiege des Portweins und auch sonst noch gut für allerlei Früchte (Oliven, Orangen, Feigen, Khaki, Äpfel, Kirschen,..) präsentierte sich uns am nächsten Morgen (Mittwoch, 6.11.2019) bei Nieselregen.

Um über den Fluss zu kommen, nahmen wir die nächste westliche Brücke in Peso da Régua und gondelten bergauf und bergab bis Cinfães am südlichen Ufer entlang. Die ersten Weinverkostungen auf der Strecke waren uns zu mondän, aber dann, tja dann gab es leider keine mehr. Pego da Régua vermarktet den Portwein zentral und auch das Museum befindet sich dort. Die Weinorte danach ließen auf harte Arbeit in steilem Gelände schließen und viele kleine Gärten waren über die Hänge verstreut. Die Häuser klebten teilweise am Abhang und zeigten nicht gerade von Reichtum. Der goldene Herbst ließ sich nur mehr erahnen. Das Weinlaub war schon sehr dunkel oder bereits abgefallen. Dennoch verirrte sich hin und wieder ein Sonnenstrahl zwischen den Regenschauern und es gab eine Menge zu fotografieren. An Stehenbleiben war aber nirgends zu denken. Kein Parkplatz, nicht einmal eine breitere Straße um überhaupt stehen bleiben zu können. Keine Aussichtspunkte entlang der Strecke. Da kann man nur fahren. Und das endlos. Aber als wir den Douro verließen und uns auf eine niedrigrangige Straße zur nächsten Bundesstraße wandten, wurden die Kurven noch enger, die Steilheit nahm noch einmal zu und ich zitterte, dass wir nur ja hier keine Panne haben, denn wo der Fuchs gute Nacht sagt, kann es auch nicht mehr enterischer sein. 

Zwar sahen wir den Fuchs nicht aber eine Schar Ziegen schritt gemächlich auf der Straße dahin und scherte sich überhaupt nicht um irgendwelche Gestalten auf 4 oder 6 Rädern (zur Erklärung unser Big Fredi ist mit 6 Rädern unterwegs).

Bis zu unserem nächsten Stellplatz in Arouca hatten wir wieder gerade einmal 80 km geschafft und auch Wilfried war nach diesem Tag geschafft. Arouca hätte einen Wasserfall zu bieten gehabt, aber den hätten wir wahrscheinlich nur schwimmend erreicht und gegen den Strom schwimmen ist ja auch nicht so lustig. Dass die Landschaft hier wunderschön ist, sahen wir schon vom Auto aus. 

Am nächsten Morgen wachten wir auf und Überraschung: es regnete. Allerdings ging es nach den ersten 30 km auf die schnellere Bundesstraße 1, auch IC2 genannt. Zeitweise als zweispurige Schnellstraße ausgebaut, geht es da schon im Eilzugstempo dahin. 

Unsere Tagesetappe am Donnerstag von Arouca bis Coimbra war schon 120 km. Am Ufer des Mondegoflusses gegenüber Coimbra gibt es einen Stellplatz für Wohnmobile. Und da gesellten wir uns dazu. Einer der wenigen Farbflecken unter lauter weißen Wohnmobilen. Der Stadtteil heißt Santa Clara, wie meine älteste Tochter. Eine Fußgängerbrücke führte uns am Freitag bei strahlendem Sonnenschein in das Zentrum von Coimbra. Eine angeblich pulsierende Universitätsstadt mit vielen jungen Leuten und hervorragenden günstigen Lokalen. 

Die meisten Menschen, die wir sahen, waren aber Touristen und das Restaurant war mittelmäßig und teuer. 

Aufgefallen ist uns ein Geschäft, das uns an eine Bibliothek erinnerte, alles in Gold gehalten. Die „Bücher“ stellten sich allerdings als Fischkonservendosen heraus, die mit Jahreszahlen ab 1942 (Beginn der Konservenfabrik) und verschiedenen Inhalten und Farben sehr geschmackvoll arrangiert sind. Eine sehr liebe Verkäuferin bot uns Kostproben an, die uns sehr mundeten. Die Preise waren ebenso aus Gold und wir ließen uns zu keinem Kauf inspirieren. 

Zwei Museen: das Stadtmuseum und das Nationalmuseum sahen wir uns an. Das Stadtmuseum hatte ein paar Porträts zu bieten, war aber nicht so ergiebig wie dann das Nationalmuseum. Alte Ausgrabungen 3 Stockwerke unter dem Eingang mit alten römischen Gemäuern.

Bis hinauf in den 3. Stock wird man von Museumsangestellten immer wieder auf den richtigen Weg geschickt. Geschichtlich hochinteressant, für Wilfried zu wenig ergiebig was Porträts betrifft. Einige sehr gute Skulpturen und insgesamt der Gebäudekomplex waren sehr beeindruckend. 

Heute Morgen war der Himmel schon wieder grau. Er hatte ganz vergessen, wie schön doch gestern die Sonne war. 

Wir verließen Coimbra heute Samstag früh und sind jetzt in Nadadouro am Foz do Arelho, das war eine Fahrt von 130 km.  Dort wollten wir schon im Frühjahr Ricardo porträtieren, aber er hatte Terminprobleme und es ging sich für uns eine weitere Woche Wartezeit nicht mehr aus. Nun hat er sich für morgen für uns verabredet und wir freuen uns ihn wiederzusehen. 

Als wir heute an unserem Platz landeten und unseren deutschen Nachbarn Christian begrüßten, tauchte doch tatsächlich die Sonne auf und ich machte mich gleich zu einem Spaziergang auf. Entlang der Lagune von Obidos spazierte ich bis die Sonne unterging. Es tut immer so gut nach einem Tag im Auto Bewegung zu machen. 

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