Der 3. Reisetag zurück nach Hause von Portugal

Blogeintrag 27.3.2020

Heute war ein entspannter, um nicht zu sagen langweiliger Reisetag.

Fast die gesamte Strecke führte uns über Autobahn oder doppelspurige Bundesstraßen bis zu unserem Stellplatz an den 3. Stausee in Folge. Die spanischen Straßen sind wie leergefegt. Wenige Brummis ziehen an uns vorbei. Ja, ja, die haben alle mehr Power als unser Big Fredi. Der brummt auch auf der Autobahn nur 80 km/h dahin. 

Nach Salamanca, Tordesillas, Valladolid umrundeten wir auch noch Salamanca und Burgos. 

Um nicht zu schnell in der heimatlichen Kälte anzukommen, suchten wir einen empfohlenen Stadtplatz in Briviesca auf. Aber schon am Stadteingang kontrollierte die Polizei. Zwar konnten wir uns noch an ihnen vorbeidrücken, aber am Stellplatz angekommen verstellten uns Barrieren die Einfahrt. Corona ist allgegenwärtig. 

So zogen wir zurück auf die Autobahn und weil Wilfried noch gut bei Kräften war umschifften wir auch noch Vitoria Gasteiz und ein paar Kilometer weiter lachte uns der dritte Stausee für eine Übernachtung an: Embalse de Ullibarri. Was für ein Glück! Ein paar Kilometer weg von der Autobahn ein Naturparadies ganz für uns allein. Bestens ausgestattet für Wohnmobilisten gibt es einen Parkplatz für untertags und einen eigenen nur für die Nacht. Außerdem findet man unzählige Parkplätze am Weg um den See. Eine saubere Ufergestaltung und riesige Rasenflächen an geschottertem Ufergelände lassen auf viele Badegäste im Sommer schließen. Ein Badehaus, das sogar mit Marmor ausgekleidete Abwäschen aufweist, sieht sehr sauber aus, ist aber mit einer Notiz versehen, dass bis 12.März geschlossen ist. Offenbar hat da gleich die Coronaviruskrise angeschlossen, denn es ist noch immer alles abgesperrt.

Ich inspizierte das weitläufige Gelände und weil ich es sehr attraktiv für einen erholsamen Aufenthalt von ein paar Stunden für morgen erachte, werden wir den Vormittag hier noch ein wenig genießen bevor wir an die französische Grenze weiterreisen werden. 

Es kann uns ja keiner das Tempo unserer Reise vorschreiben. Und da es Montag und Dienstag sehr kalt und vielleicht sogar frostig werden soll, bleiben wir lieber so lange wie möglich im warmen Süden und hoffen, dass es hier erträglicher bleibt. 

Die Heizung in den Abendstunden ist jetzt schon wieder angenehm. Während der Nacht ist es noch nicht notwendig, durchzuheizen. Allerdings hatten wir heute  Morgen nur mehr 7 Grad herinnen. Draußen hatte es 1 Grad. 

Mit Heizung geht die Temperatur im Minutentakt auf 20 Grad und wenn das Frühstück fertig ist, dann ist es auch schön wohlig warm. 

Das Halstuch, das Stirnband und eine Jacke mehr sind jetzt auch während der Autofahrt schon angebracht. Etwas, was wir seit Monaten nicht mehr gebraucht haben, wird wieder schrittweise ausgepackt. Und tagsüber bei einer Autofahrt Heizung war sowieso undenkbar seit  vorigem November, als wir nach Portugal einreisten. 

Der Kuckuck und ein paar Singvögel sind die einzigen Geräusche, die wir hier wahrnehmen. Dass hier außer uns kein einziges Wohnmobil neben uns steht, haben wir auch nur der Coronakrise zu verdanken. Fast alle sind schon vor uns heim gefahren und somit gehört die schöne Landschaft jetzt uns allein. 

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