Sommersonnenwende in Schweden

Blogeintrag 21. Juni 2021

Wir haben es geschafft: wir sind in Schweden. 

Nach 5 Wochen in der Heimat und 3 Versuchen zum TÜV Pickerl sind wir am 7. Juni am Nachmittag gleich von der Werkstatt weiter gefahren. 

Ein Schlafplatz und ein halber Tag Fahrzeit mit dem Auto weiter gab es ein gröberes Problem mit Big Fredis Kupplung. Zum Glück gleich gegenüber der ÖAMTC Zweigstelle wurde uns relativ rasch geholfen. In Sarleinsbach in der Iveco Werkstatt wurde Fredi mit einer neuen Kupplung ausgestattet. 

Die Probefahrt war allerdings zu kurz um ein neuerliches Problem zu erkennen, das uns ein paar hundert Kilometer weiter in Deutschland wieder zum Stillstand zwang. 7 Stunden dauerte die Wartezeit, bis wir schließlich von der Autobahn geholt wurden und im Hof der Werkstatt abgestellt werden konnten, wo wir die Nacht verbrachten. Es wären nur mehr 50 km bis zu Peter und Geli gewesen. Zum Glück konnte das Problem in der Werkstatt rasch und kostengünstig erledigt werden und wir trudelten um 11 Uhr bei den „Dembecks“ ein.

Peter machte mit uns eine wunderschöne Tour durch die Umgebung von Waibstadt und nach Heidelberg hinein. Abends konnten wir dann gemeinsam mit Geli Pizza essen gehen.

Wären wir, wie geplant, schon einen Tag früher gekommen, hätte Geli frei gehabt. So musste sie leider den schönen Tag in der Arbeit verbringen. 

Schweden hat aber schon so laut nach uns gerufen, dass wir schon am nächsten Morgen – nach einem gemeinsamen gemütlichen Frühstück wieder weiter Richtung Norden aufgebrochen sind. 

Ein Kurzbesuch bei Verena, Ingo, Seraphina und Matthilda in Berlin konnte aus berufstechnischen Gründen nur am Wochenende stattfinden und so waren wir am Montag früh schon wieder auf Achse und Richtung Rostock unterwegs. Für die nächste Fähre am frühen Morgen des nächsten Tages ein Ticket gekauft und im Industriegebiet auf einem kleinen Parkplatz geschlafen. 

Ein Blick nach Dänemark von der Fähre aus

Das Selbsteinchecken verlief komplikationslos und auch die Überfahrt war äußerst angenehm. Die 6 Stunden vergingen wie im Flug mit Stricken, Lesen, Schwedisch lernen und Fernsehen. 

Es war kein Maskenzwang an Bord, nicht einmal in Innenräumen und das fühlte sich gleich unwahrscheinlich befreiend an. Keine Covid Kontrolle bei der Einreise in Trelleborg. 

Am Rand des Naturschutzgebietes Risens fanden wir einen ruhigen Stellplatz für die Nacht und wir wagten sogar einen Spaziergang durch den südschwedischen Wald.  

Wie sauber hier alles ist. Nach Sizilien und Süditalien kommen wir uns hier vor wie in einem anderen Film. Kein einziges Stück Abfall ist irgendwo zu sehen. Sogar eine Schlafhütte für 6 Personen steht da mitten im Wald. Es gibt Picknickplätze mit mehreren Grillern und alles ist super sauber und gepflegt.

Am nächsten Tag ging unsere Reise zu unseren Schweizer Freunden in Bromåla weiter über Sjöbo, Hörby und Höör auf die Bundesstraße 23 und weiter über Hässleholm, Osby und Älmhult bis zur Abzweigung auf die beinahe unbefahrene 120 er Straße.

Welche Freude unsere Freunde Lisa und Wolfgang in die Arme schließen zu können. Wir haben die beiden am 24.12.2019 in Portugal kennen gelernt und uns vor dem Coronaausbruch noch einige Male in Lagos getroffen, wo sie 5 Monate auf ihrem Segelboot im Hafen von Lagos waren. 

Vorigen Sommer hatten sie sich ein kleines Häuschen hier in Bromåla gekauft und wir haben die Ehre ein paar Tage bei Ihnen zu Gast zu sein. Mit uns kam auch der Sommer und so konnten wir seit unserer Ankunft täglich im Waldsee schwimmen. Der See ist angenehm warm, die 2 Gästefahrräder sind wie für uns gemacht. Uns so ist es ein täglicher 10 km Ritt, der uns auch ein wenig fitter macht. Die Freude auf den See lässt uns auch die 32 Grad leichter ertragen.  

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